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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/133

Lohn­ni­veau bei Leih­ar­beit deut­lich un­ter dem der Stamm­kräf­te

Leih­ar­bei­ter-Lohn bis zu 50 Pro­zent un­ter Stamm­kraft-Ni­veau
Münzen, Münzhaufen
26.03.2012 (dpa) - Leih­ar­bei­ter ver­die­nen laut ei­ner Stu­die bis zu 50 Pro­zent we­ni­ger für ver­gleich­ba­re Tä­tig­kei­ten als Stamm­kräf­te von Un­ter­neh­men. Das geht aus ei­ner Un­ter­su­chung des Rhei­nisch-West­fä­li­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (RWI) im Auf­trag der Ber­tels­mann-Stif­tung her­vor, aus der die "Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung" zi­tiert.

Dem­nach ver­drän­gen Zeit­ar­bei­ter Stamm­be­leg­schaf­ten nicht: "Viel­mehr die­nen sie vor­nehm­lich als Ar­beits­kräf­te­re­ser­ven und Ant­wort auf not­wen­di­ge Fle­xi­bi­li­sie­rung", zi­tiert die Zei­tung aus der Stu­die. Ein Auf­bau von Zeit­ar­beit bei gleich­zei­ti­gem Ab­bau der Stamm­be­leg­schaft sei "nur sehr sel­ten zu be­ob­ach­ten". Selbst wäh­rend der Wirt­schafts­kri­se in den Jah­ren 2008 und 2009 sei dies nur in drei Pro­zent der Kun­den­un­ter­neh­men der Fall ge­we­sen.

In je­dem vier­ten Fall sei so­gar das Ge­gen­teil pas­siert: Wur­de Zeit­ar­beit ab­ge­baut, wuchs die Zahl der Stamm­kräf­te, was auf Über­nah­men hin­deu­ten kön­ne. Die Stu­die stützt laut der "FAZ" die Be­haup­tung, dass Zeit­ar­bei­ter auch bei glei­cher Qua­li­fi­ka­ti­on deut­lich we­ni­ger ver­die­nen. Dem­nach ver­dient ei­ne Leih­kraft mit Be­rufs­aus­bil­dung in West­deutsch­land 47 Pro­zent und im Os­ten 36 Pro­zent we­ni­ger als ein Stamm­ar­bei­ter mit glei­chem Bil­dungs­ni­veau. Als Grund nen­nen die Au­to­ren laut dem Be­richt ne­ben den ge­ne­rell nied­ri­ge­ren Zeit­ar­beits­löh­nen vor al­lem in­di­vi­du­el­le Merk­ma­le wie län­ge­re Pha­sen von Ar­beits­lo­sig­keit.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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