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Luft­han­sa und Air Chi­na wol­len Flü­ge en­ger ge­mein­sam pla­nen

Im Kon­kur­renz­kampf zu den Air­lines vom Ara­bi­schen Golf rückt Luft­han­sa nä­her an stra­te­gi­sche Part­ner her­an: Den Chi­na-Ver­kehr will man künf­tig eng mit Air Chi­na ab­stim­men und or­ga­ni­sie­ren
Fluggast und Pilot auf dem Rollfeld Wie soll die Zu­sam­men­ar­beit aus­se­hen?

08.07.2014. (dpa) - Im welt­weit hart­um­kämpf­ten Luft­ver­kehr strebt die Luft­han­sa ei­ne en­ge­re Zu­sam­men­ar­beit mit der chi­ne­si­schen Flug­ge­sell­schaft Air Chi­na an.

Schon zum kom­men­den Win­ter­flug­plan (ab 26. Ok­to­ber) wol­len die Part­ner ihr Flug­an­ge­bot zwi­schen Mit­tel­eu­ro­pa und Chi­na en­ger als bis­lang auf­ein­an­der ab­stim­men.

Ei­ne ent­spre­chen­de Ab­sichts­er­klä­rung zur Grün­dung ei­nes "Joint Ven­tures" un­ter­zeich­ne­ten der Luft­han­sa-Vor­stands­vor­sit­zen­de Cars­ten Sp­ohr und Air-Chi­na-Chef Song Zhiyong beim Staats­be­such von Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) in Chi­na.

Da­mit kön­ne man den Kun­den bes­se­re Flug­ver­bin­dun­gen und Dienst­leis­tun­gen an­bie­ten, er­klär­te Sp­ohr. Fi­nan­zi­el­le De­tails wur­den nicht ge­nannt.

Bei dem ge­mein­schaft­li­chen Vor­ha­ben geht es nicht um Ka­pi­tal­be­tei­li­gun­gen oder die Grün­dung ei­nes ge­mein­sa­men Toch­ter­un­ter­neh­mens. Viel­mehr er­brin­gen bei­de Part­ner ih­re vor­her ab­ge­stimm­ten Leis­tun­gen wei­ter­hin, nun aber auf ge­mein­sa­me Rech­nung. Die ein­ge­flo­ge­nen Er­lö­se sol­len nach ei­nem noch zu ver­ein­ba­ren­den Schlüs­sel wie­der den Ge­sell­schaf­ten zu­ge­teilt wer­den.

Die Luft­han­sa un­ter­hält ei­ne der­ar­ti­ge Ko­ope­ra­ti­on auf dem Nord­at­lan­tik­markt un­ter dem Ti­tel "A++" mit Air Ca­na­da und dem US-An­bie­ter United. Nach Ja­pan teilt man sich die Ar­beit mit der ANA im Joint Ven­ture "J+". Die Ver­ein­ba­run­gen be­dür­fen je­weils ei­ner Ge­neh­mi­gung durch die Kar­tell­be­hör­den.

"Mit die­sem Ab­kom­men er­schließt die Luft­han­sa Group ih­ren Flug­ge­sell­schaf­ten ei­nen noch bes­se­ren Zu­gang zum zweit­größ­ten Luft­ver­kehrs­markt nach den USA", teil­te die Luft­han­sa zu dem Chi­na-Deal mit. Haupt­vor­teil sei ne­ben dem bes­se­ren Markt­zu­gang die ge­mein­sa­me Pla­nung der Flug­plä­ne, er­läu­ter­te ein Spre­cher. Die Ka­pa­zi­tät der Flie­ger kön­ne so bes­ser aus­ge­las­tet wer­den. Auch die An­schluss­flü­ge könn­ten en­ger auf die In­ter­kon­ti­nen­tal­ver­bin­dun­gen ab­ge­stimmt wer­den. Dies sei in der bis­he­ri­gen Zu­sam­men­ar­beit bei­der Part­ner seit 2007 im Rah­men des Luft­ver­kehrs­bünd­nis­ses Star Al­li­an­ce recht­lich nicht mög­lich ge­we­sen.

Ei­ne wei­te­re Ab­sichts­er­klä­rung zwi­schen den bei­den Air­lines be­trifft den tech­ni­schen Be­reich von War­tung, Über­ho­lung und Re­pa­ra­tur. Hier gilt Luft­han­sa Tech­nik als welt­weit füh­ren­der An­bie­ter. In Chi­na ist sie be­reits mit 40 Pro­zent an Ame­co Bei­jing be­tei­ligt, an der Air Chi­na die Mehr­heit hält. An der Luft­han­sa Tech­nik Shen­zen (LTS) ist hin­ge­gen die Bei­jing Kai­lan Avia­ti­on Tech­no­lo­gy nur mit 20 Pro­zent be­tei­ligt, wäh­rend Luft­han­sa 80 Pro­zent hält.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. August 2014

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