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Luft­han­sa-Flug­be­glei­ter be­gin­nen Streik in Frank­furt und Düs­sel­dorf

Es soll der längs­te Streik in der Ge­schich­te der Luft­han­sa wer­den. Von 14.00 Uhr an wol­len die Flug­be­glei­ter von Eu­ro­pas größ­ter Air­line in den Aus­stand tre­ten - und das acht Ta­ge lang: Zu­nächst sind nur zwei gro­ße Flug­hä­fen be­trof­fen. Aber das kann sich noch än­dern
Streik viele Streikende Wer­den die Flug­be­glei­ter wirk­lich acht Ta­ge lang strei­ken?

06.11.2015. (dpa) - Pas­sa­gie­re der Luft­han­sa müs­sen sich von Frei­tag­nach­mit­tag an auf zahl­rei­che Flug­aus­fäl­le und Ver­spä­tun­gen durch den längs­ten Streik in der Ge­schich­te der Air­line ein­stel­len. Die Flug­be­glei­ter be­gin­nen ih­ren Aus­stand zu­nächst an den Flug­hä­fen Frank­furt und Düs­sel­dorf, teil­te die Ge­werk­schaft Ufo mit. Dort sei­en die Mit­glie­der von 14.00 Uhr bis zum Be­triebs­schluss zur Ar­beits­nie­der­le­gung auf­ge­ru­fen.

Der Flug­ha­fen Mün­chen wer­de we­gen des En­des der Herbst­fe­ri­en in Bay­ern bis ein­schließ­lich Sonn­tag von dem Streik aus­ge­nom­men. Wei­te­re Ein­zel­hei­ten für die kom­men­den Ta­ge wür­den erst im Lau­fe des Ta­ges mit­ge­teilt, hieß es.

«Al­le Pas­sa­gie­re der Luft­han­sa müs­sen da­mit rech­nen, dass ihr Flug kurz­fris­tig aus­fällt», er­klär­te Ufo-Chef Ni­coley Baublies die fle­xi­ble Tak­tik der Ge­werk­schaft oh­ne fest­ge­leg­te An­kün­di­gungs­fris­ten. «Wir ha­ben ei­nen acht­tä­gi­gen Streik bis Frei­tag nächs­ter Wo­che. Wie vie­le Aus­nah­men es da­bei ge­ben wird, hängt nicht zu­letzt vom Ver­hal­ten der Luft­han­sa ab.»

Ufo sei auch nicht zu un­ver­bind­li­chen Son­die­run­gen be­reit. «Um den Streik zu un­ter­bre­chen, braucht es schon ein hand­fes­tes An­ge­bot», be­ton­te Baublies. Die Kol­le­gen sei­en em­pört über das Ver­hal­ten und die Ver­hand­lungs­tak­tik des Kon­zerns.

Der Flug­ha­fen Frank­furt/Main ist das wich­tigs­te Dreh­kreuz der Luft­han­sa. In Düs­sel­dorf gibt es da­ge­gen nur Ver­bin­dun­gen nach Mün­chen und Frank­furt - ins­ge­samt 18 Flug­paa­re täg­lich so­wie ei­nen in­ter­na­tio­na­len Flug nach New York. Bei streik­be­ding­ten Flug­aus­fäl­len kön­nen die Pas­sa­gie­re kos­ten­frei um­bu­chen oder stor­nie­ren. Be­trof­fen von dem Streik ist nur die Kon­zern­mut­ter Luft­han­sa, nicht Töch­ter wie Ger­manwings.

Die Ge­werk­schaft hat­te bis kurz vor Streik­be­ginn über das ge­naue Aus­maß ih­rer Ak­tio­nen ge­schwie­gen. Ins­ge­samt soll der Ar­beits­kampf bis zum Frei­tag kom­men­der Wo­che (13. No­vem­ber) fort­ge­führt wer­den. Es ist der ers­te Aus­stand der Flug­be­glei­ter in der ak­tu­el­len Ta­rif­run­de, bei der es um die Über­gangs- und Be­triebs­ren­ten von rund 19 000 Flug­be­glei­tern bei der Luft­han­sa-Kern­ge­sell­schaft geht. Die Pi­lo­ten der Luft­han­sa ha­ben hin­ge­gen schon 13 Mal ge­streikt.

Un­ter­neh­men und Ufo hat­ten sich am Don­ners­tag auch bei Last-Mi­nu­te-Ver­hand­lun­gen nicht ei­ni­gen kön­nen. Sie über­zo­gen sich ge­gen­sei­tig mit Schuld­zu­wei­sun­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2016

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