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Luft­han­sa: Nach Re­kord-Streik Nor­ma­li­sie­rung - Pa­ris-Flü­ge nach Plan

Acht Ta­ge Aus­stand sind vor­bei, die Luft­han­sa fängt sich wie­der. Die Fron­ten zwi­schen Un­ter­neh­men und Ge­werk­schaft blei­ben aber ver­här­tet: Auch nach den Ter­ror­at­ta­cken wer­den Flü­ge nach Pa­ris wei­ter be­dient
Streik sechs Streikende Kön­nen wei­te­re Streiks bei der Luft­han­sa ver­hin­dert wer­den?

14.11.2015. (dpa) - Nach dem här­tes­ten Streik in der Luft­han­sa-Ge­schich­te kön­nen die Pas­sa­gie­re von Eu­ro­pas größ­ter Air­line seit Sams­tag wie­der größ­ten­teils nor­mal flie­gen. «Wir keh­ren wei­test­ge­hend zum Nor­mal­be­trieb zu­rück», sag­te ein Kon­zern­spre­cher.

Ins­be­son­de­re sämt­li­che Lang­stre­cken-Ver­bin­dun­gen soll­ten wie­der auf­ge­nom­men wer­den. Bei den Kurz- und Mit­tel­stre­cken kön­ne es al­ler­dings noch ver­ein­zel­te Aus­fäl­le ge­ben, hieß es. Die ver­hee­ren­de Ter­ror­se­rie in Pa­ris ha­be zu­nächst kei­ne Aus­wir­kun­gen auf den Flug­ver­kehr von Deutsch­land in die fran­zö­si­sche Haupt­stadt.

We­gen des am Frei­tag ver­gan­ge­ner Wo­che ge­star­te­ten Aus­stands ih­res Ka­bi­nen­per­so­nals hat­te die Luft­han­sa ins­ge­samt rund 4700 Flü­ge strei­chen müs­sen, auf die mehr als 550 000 Pas­sa­gie­re ge­bucht wa­ren. Der Chef der strei­ken­den Ge­werk­schaft Ufo, Ni­coley Baublies, kün­dig­te auch am Sams­tag an, dass mit wei­te­ren Ar­beits­nie­der­le­gun­gen ge­rech­net wer­den müs­se. Die Luft­han­sa zei­ge kei­ne Ge­sprächs­be­reit­schaft.

Bei den deut­schen Flug­hä­fen sum­mier­ten sich die Schä­den durch den Ar­beits­kampf nach An­ga­ben ih­res Dach­ver­ban­des auf ei­nen zwei­stel­li­gen Mil­lio­nen­be­trag. «Der Ta­rif­kon­flikt darf nicht län­ger auf dem Rü­cken von Pas­sa­gie­ren und Flug­hä­fen aus­ge­tra­gen wer­den», sag­te der Chef der Ar­beits­ge­mein­schaft Deut­scher Ver­kehrs­flug­hä­fen (ADV), Ralph Bei­sel, der «Neu­en Os­na­brü­cker Zei­tung». Der Ima­ge­scha­den sei be­reits enorm. Ufo und Luft­han­sa müss­ten drin­gend wei­te­re Ver­hand­lun­gen füh­ren.

Trotz der Ter­ror­an­schlä­ge in Pa­ris mit weit über 100 To­ten und des von Prä­si­dent François Hol­lan­de ver­häng­ten Aus­nah­me­zu­stand ha­be der gül­ti­ge Flug­plan dort­hin Be­stand, hieß es bei der Luft­han­sa: «Al­le Flü­ge sind plan­mä­ßig vor­ge­se­hen.» Die Fra­ge, ob es zu Aus­wir­kun­gen auf den Be­trieb kom­men kön­ne, hän­ge da­von ab, wel­che Maß­nah­men die fran­zö­si­schen Be­hör­den noch er­grei­fen. Die Luft­han­sa hat sams­tags 18 Flü­ge zwi­schen Mün­chen be­zie­hungs­wei­se Frank­furt und Pa­ris. Auch bei Ger­manwings soll­te der Flug­be­trieb laut ei­nem Spre­cher nor­mal lau­fen.

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Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2016

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