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Luft­han­sa ver­rin­gert Streik­ge­fahr bei Flug­be­glei­tern

Der Luft­han­sa-Kon­zern steht vor ei­nem Um­bau: Auch das Per­so­nal soll zu ge­rin­ge­ren Kos­ten bei­tra­gen. Zu­min­dest mit den Flug­be­glei­tern hat man sich auf ei­nen lang­fris­ti­gen Fahr­plan für die Ge­sprä­che ge­ei­nigt
Wel­che Ver­ein­ba­run­gen wur­den mit der Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo ge­trof­fen?

24.07.2014. (dpa) - In der Dis­kus­si­on um den künf­ti­gen Kurs der Luft­han­sa hat der Kon­zern die Ge­fahr von Streiks der Flug­be­glei­ter ver­rin­gert.

Mit der Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo hat das Un­ter­neh­men ei­nen Fahr­plan für die kom­ple­xen Ta­rif­ge­sprä­che zu ver­schie­dens­ten The­men ver­ein­bart, der bis zum Jah­res­en­de 2015 reicht, wie am Mitt­woch in Frank­furt mit­ge­teilt wur­de.

Dar­in hat die Ge­werk­schaft ei­ne au­to­ma­ti­sche Sch­lich­tung ak­zep­tiert, falls über den 15. Ja­nu­ar 2015 hin­aus mit­ein­an­der ge­spro­chen wird.

Auch der vor­her­ge­hen­den Ver­mitt­lung durch ei­nen Mo­de­ra­tor stimm­ten bei­de Sei­ten zu.

Ufo-Chef Ni­coley Baublies be­stä­tig­te die Sch­lich­tungs­ver­ein­ba­rung - ver­wies aber auch dar­auf, dass die Ge­werk­schaft bis Ja­nu­ar je­der­zeit "die Not­brem­se" zie­hen kön­ne, falls Luft­han­sa ge­gen das Per­so­nal ge­rich­te­te Maß­nah­men um­set­ze. In der lau­fen­den Sch­lich­tung ha­be dann je­de Sei­te das Recht, mit ei­ner Frist von vier Wo­chen ei­nen nicht bin­den­den Sch­lich­ter­spruch zu er­zwin­gen. Mit dem Ab­lauf der Frist kön­ne dann eben­falls ge­streikt wer­den.

Bei­de Par­tei­en wol­len ei­ne Viel­zahl von The­men be­han­deln. Sie rei­chen von den Be­triebs- und Über­gangs­ren­ten über die Ge­häl­ter und Ar­beits­be­din­gun­gen bis hin zu den Fol­gen stra­te­gi­scher Un­ter­neh­mens­ent­schei­dun­gen für die Be­schäf­tig­ten. So ver­langt Luft­han­sa-Chef Cars­ten Sp­ohr von sei­nem Ka­bi­nen­per­so­nal 20 Pro­zent Kos­ten­vor­tei­le, wenn die ge­plan­ten Bil­lig-Fern­flü­ge un­ter der Mar­ke Luft­han­sa mit Luft­han­sa-Per­so­nal be­setzt wer­den sol­len. An­de­ren­falls könn­ten frem­de Crews von Dienst­leis­tern ge­least wer­den.

Über wei­ter­ge­hen­de Um­bau­plä­ne wie den Aus­bau der so­ge­nann­ten Wings-Fa­mi­lie zu Bil­lig­flug-Ge­sell­schaf­ten will Luft­han­sa die Ge­werk­schaft "trans­pa­rent in­for­mie­ren".

Un­be­rührt von der Ver­ein­ba­rung sind die wei­te­ren Ver­hand­lun­gen mit der Pi­lo­ten­ge­werk­schaft Ver­ei­ni­gung Cock­pit (VC), die in die­sem Jahr Luft­han­sa be­reits drei Ta­ge lang be­streikt hat, um die Über­gangs­ver­sor­gung der Flug­zeug­füh­rer zu si­chern. Die­se Ver­hand­lun­gen dau­ern an, war zu­letzt zu hö­ren.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Juli 2015

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