HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 16/049

Me­tall-Ar­beit­ge­ber war­nen vor ho­hen Lohn­for­de­run­gen

In der Me­tall- und Elek­tro-In­dus­trie wird bald wie­der über die Ge­häl­ter der Be­schäf­tig­ten ge­spro­chen: Kurz da­vor ma­len Ver­tre­ter der Ar­beit­ge­ber ein schwar­zes Bild von der La­ge der Be­trie­be
Münzen, Münzhaufen Wie ist die La­ge in Thü­rin­gen?

11.02.2016. (dpa) - Im Vor­feld der an­ste­hen­den Ta­rif­run­de in der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie ha­ben die Ar­beit­ge­ber vor ho­hen Ta­rif­for­de­run­gen der Ge­werk­schaf­ten ge­warnt.

Schon jetzt sei die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Bran­che im Frei­staat ge­fähr­det, sag­te der Vor­sit­zen­de des Ver­bands der Me­tall- und Elek­tro-In­dus­trie Thü­rin­gen (VMET), Tho­mas Ka­e­ser, am Mitt­woch in Er­furt.

Die La­ge die­ses für Thü­rin­gen so wich­ti­gen Wirt­schafts­zwei­ges sei schlech­ter als die all­ge­mei­ne Wirt­schafts­la­ge.

"Das ist ein Alarm­zei­chen. Un­ser Stand­ort brö­ckelt", sagt Ka­e­ser. Dass die Kon­junk­tur ins­ge­samt so gut aus­se­he wie es der­zeit den An­schein ha­be, sei Son­der­ef­fek­ten wie dem nied­ri­gen Öl­preis ge­schul­det. "Das al­les führt zu ei­ner Sch­ein­kon­junk­tur."

Ein Spre­cher der IG Me­tall re­agier­te ge­las­sen auf die Äu­ße­run­gen der Ver­bands-Ver­tre­ter. Er sprach vom "üb­li­chen Ge­plän­kel vor Ta­rif­ver­hand­lun­gen".

Die ers­ten Ver­hand­lun­gen sind für März ge­plant. Die IG Me­tall hat­te zu­letzt ei­ne Lohn­for­de­rung von bis zu fünf Pro­zent an­ge­kün­digt. Die For­de­rung der Ge­werk­schaf­ten nann­te Ka­e­ser viel zu hoch. "Das hat mit der Rea­li­tät in den Un­ter­neh­men nichts zu tun", sag­te Ka­e­ser.

In der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie Thü­rin­gens ar­bei­ten nach An­ga­ben des Ver­ban­des et­wa 100.000 Be­schäf­tig­te in et­wa 1000 Un­ter­neh­men. Aber nur et­wa 50 die­ser Un­ter­neh­men mit ins­ge­samt et­wa 17.000 Be­schäf­ti­gen sind im VMET als Ta­rif­part­ner or­ga­ni­siert.

Ka­e­ser wie auch der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des VMET, Ste­phan Fauth, ver­wie­sen auf ei­ne ak­tu­el­le Um­fra­ge des In­sti­tuts der Wirt­schaft Thü­rin­gens. Da­nach ha­ben sich die Ge­schäfts­er­war­tun­gen der be­frag­ten Un­ter­neh­men zu­letzt ein­ge­trübt. Im vier­ten Quar­tal 2015 be­zeich­ne­ten noch 50 Pro­zent der Un­ter­neh­men ih­re Auf­trags­la­ge als gut. Für das ers­te Quar­tal 2016 er­war­te­ten nur noch et­wa 36 Pro­zent der Be­frag­ten ei­ne gu­te Auf­trags­la­ge.

In der Um­fra­ge ga­ben im Frei­staat be­frag­te Un­ter­neh­men auch an, sie wür­den vor al­lem durch stei­gen­de Kos­ten für Teil- und Pfle­ge­zeit von Mit­ar­bei­tern be­las­tet. Auch die En­er­gie­wen­de sor­ge für zu­sätz­li­che Aus­ga­ben.

Nach Dar­stel­lung der IG Me­tall ge­hen al­le Wirt­schafts­in­di­zes für 2016 von ei­nem so­li­den Wirt­schafts­wachs­tum aus. Dass es we­gen der schwä­cheln­den Wirt­schaft in Chi­na Ri­si­ken für den deut­schen Ex­port ge­be, sei rich­tig. Aber die­ses Ri­si­ko ha­be die Ge­werk­schaft bei ih­rer For­de­rung be­reits be­rück­sich­tigt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. September 2016

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern:

Christoph Hildebrandt
Rechtsanwalt, Fachanwalt für Arbeitsrecht

HENSCHE Rechtsanwälte, Fachanwälte für Arbeitsrecht
Kanzlei Berlin

Lützowstr. 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-Mail: berlin@hensche.de

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de