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Me­tall-Ta­rif­part­ner be­lau­ern sich - Warn­streiks noch un­klar

Um Mil­li­ar­den geht es bei den Ta­rif­ver­hand­lun­gen für die zen­tra­le In­dus­trie­spar­te Me­tall und Elek­tro: Ent­spre­chend lang­sam kom­men die Ver­hand­lun­gen vor­an
Fünf Arbeitnehmer Wer­den die Ar­beit­ge­ber ein An­ge­bot ma­chen?

26.03.2016. (dpa) - In den Ta­rif­ver­hand­lun­gen für 3,8 Mil­lio­nen Be­schäf­tig­te der Me­tall- und Elek­tro­in­dus­trie be­lau­ern sich Ar­beit­ge­ber und Ge­werk­schaft.

In der bun­des­weit ab­sol­vier­ten ers­ten Ver­hand­lungs­run­de hat es kein An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber ge­ge­ben.

Die nächs­te Mög­lich­keit da­zu be­steht am 11. April, wenn in Nord­rhein-West­fa­len die zwei­te Run­de der je­weils re­gio­nal ge­führ­ten Ge­sprä­che be­ginnt.

Im tra­di­tio­nel­len Pi­lot­be­zirk Ba­den-Würt­tem­berg kom­men IG Me­tall und Süd­west­me­tall erst am 14. April wie­der zu­sam­men.

Zu­vor lau­fen am 31. März die be­ste­hen­den Ta­rif­ver­trä­ge aus. Warn­streiks sind aber erst ab dem 29. April nach En­de der Frie­dens­pflicht mög­lich. Die IG Me­tall äu­ßert sich bis­lang nicht zu mög­li­chen Schwer­punk­ten und Teil­neh­mer­zah­len.

Der Ar­beit­ge­ber­ver­band Ge­samt­me­tall hat­te in der Ver­gan­gen­heit ge­klagt, dass die Ge­werk­schaft die Warn­streiks zur Re­kru­tie­rung und Mo­bi­li­sie­rung der Mit­glie­der miss­brau­che und da­bei die wirt­schaft­li­chen In­ter­es­sen der Be­trie­be miss­ach­te. Das Aus­maß von Warn­streiks in der lau­fen­den Ta­rif­run­de sei noch un­be­kannt. "Es wä­re über­ra­schend, aber auch wün­schens­wert, wenn es oh­ne gin­ge", sag­te ein Ge­samt­me­tall­spre­cher in Ber­lin. Ob die IG Me­tall ihr neu­es In­stru­ment ein­set­ze, wo­nach Ta­ges­streiks oh­ne Ur­ab­stim­mung mög­lich sind, müs­se ab­ge­war­tet wer­den.

Die IG Me­tall hat­te ih­re For­de­rung nach 5,0 Pro­zent mehr Geld mit Pro­duk­ti­vi­täts­fort­schrit­ten und der von der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) an­ge­streb­ten Ziel­in­fla­ti­on von knapp 2,0 Pro­zent so­wie ei­nem Um­ver­tei­lungs­an­teil be­grün­det. Ge­samt­me­tall ar­gu­men­tiert hin­ge­gen mit der we­sent­lich nied­ri­ge­ren rea­len Preis­stei­ge­rung von nur 0,3 Pro­zent im Jahr 2015. Auch die Pro­duk­ti­vi­tät sei mit 0,6 Pro­zent längst nicht so stark ge­stie­gen wie von der IG Me­tall be­rech­net.

Ge­samt­me­tall-Prä­si­dent Rai­ner Dul­ger hat­te sich da­her für ei­nen mo­de­ra­ten und fle­xi­blen Ab­schluss aus­ge­spro­chen. "nied­ri­ge Zin­sen, nied­ri­ger Öl­preis und schwa­cher Eu­ro sind we­sent­li­che Grün­de für un­se­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit, aber sie lie­gen nicht in un­se­rer Hand. Wir kön­nen nicht im gu­ten Glau­ben, dass das so bleibt, Löh­ne und Ge­häl­ter er­hö­hen", hat­te er jüngst in ei­nem In­ter­view ge­sagt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 23. August 2016

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