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Hö­he­re Miet­kos­ten-Zu­schüs­se für Hartz-IV-Emp­fän­ger

Fast 300 000 Ber­li­ner Haus­hal­te be­kom­men Hil­fe bei Mie­ten und Heiz­kos­ten: Da­mit sie in der In­nen­stadt blei­ben kön­nen, macht der Se­nat mehr Geld lo­cker. Das reicht nicht, mei­nen Mie­ter­ver­tre­ter
Hunderteuroscheine Wie hoch sind die mo­nat­li­chen Zu­schüs­se?

17.06.2015. (dpa) - Hartz-IV- und So­zi­al­hil­fe-Emp­fän­ger in Ber­lin be­kom­men hö­he­re Zu­schüs­se zu Mie­ten und Heiz­kos­ten.

Der rot-schwar­ze Se­nat be­schloss am Diens­tag ei­ne Neu­re­ge­lung, zu der Ber­lin nach ei­nem Ur­teil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts ver­pflich­tet war.

Die ma­xi­ma­len Zu­schüs­se stei­gen dem­nach in al­len Be­rei­chen, un­ter an­de­rem weil hö­he­re Be­triebs­kos­ten be­rück­sich­tigt wur­den.

Der Se­nat sagt Mehr­kos­ten von rund 3,5 Mil­lio­nen Eu­ro vor­aus.

Ein Sing­le-Haus­halt wird künf­tig je nach Hei­zungs­art und Grö­ße des Wohn­hau­ses mit 438 bis 463 Eu­ro un­ter­stützt. Ei­ne Fa­mi­lie mit zwei Kin­dern be­kommt zwi­schen 712 und 754 Eu­ro.

Die mo­nat­li­chen Zu­schüs­se wur­den da­mit im Schnitt um 28 Eu­ro für ei­nen Ein-Per­so­nen-Haus­halt und 50 Eu­ro für ei­ne vier­köp­fi­ge Fa­mi­lie an­ge­ho­ben. Durch die An­pas­sung soll ver­hin­dert wer­den, dass mehr Hartz-IV-Emp­fän­ger in klei­ne­re Woh­nun­gen oder an den Stadt­rand um­zie­hen müs­sen. Die neue Ver­ord­nung tritt zum 1. Ju­li in Kraft.

Sie ent­las­te Hartz-IV-Emp­fän­ger aber nicht ge­nug, kri­ti­sier­te der Mie­ter­ver­ein. Fast ein Vier­tel al­ler Be­darfs­ge­mein­schaf­ten ha­be im ver­gan­ge­nen Jahr ei­ne Mie­te über den Richt­wer­ten ge­zahlt. Da­bei sei­en ih­re Woh­nun­gen klei­ner und schlech­ter aus­ge­stat­tet als die der rest­li­chen Mie­ter. Die in den Richt­wer­ten zu­grun­de ge­leg­ten Net­to­kalt­mie­ten sei­en zu nied­rig, weil der Se­nat aus­schließ­lich ein­fa­che Wohn­la­gen be­rück­sich­ti­ge.

Au­ßer­dem sei­en kaum Woh­nun­gen in dem nied­ri­gen Preis­seg­ment ver­füg­bar, be­ton­te die Grü­nen-Ab­ge­ord­ne­te Kat­rin Schmid­ber­ger. Vie­le Fa­mi­li­en fän­den in ih­rem ge­wohn­ten Um­feld da­her kei­ne neue Woh­nung. Die Lin­ken-Ab­ge­ord­ne­te El­ke Brei­ten­bach kri­ti­sier­te, der Se­nat be­rück­sich­ti­ge nicht, dass Mie­ten bei neu­en Ver­trä­gen in der Re­gel deut­lich über dem Ni­veau des Miet­spie­gels lie­gen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 12. April 2016

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