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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/216

Min­dest­lohn im Ein­zel­han­del vor­erst ge­schei­tert

Der Min­dest­lohn im Ein­zel­han­del ist vom Tisch
Ei­ne ver­bind­li­che Lohn­un­ter­gren­ze für 3 Mio. Be­schäf­tig­te rückt in wei­te Fer­ne ...
31.05.2012 (dpa) - Die Ein­füh­rung ei­nes bran­chen­wei­ten Min­dest­lohns im Ein­zel­han­del ist vor­erst ge­schei­tert. "Das Pro­jekt kann mo­men­tan nicht ver­wirk­licht wer­den", sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Ein­zel­han­dels­ver­bands HDE, Ste­fan Genth, der "Ber­li­ner Zei­tung".

Grund ist, dass nach Da­ten des For­schungs­in­sti­tuts der Bun­des­agen­tur für Ar­beit IAB we­ni­ger als die er­for­der­li­chen 50 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten ta­rif­ge­bun­den sind. Der HDE hat­te das Vor­ha­ben un­ter­stützt und da­zu mit der Ge­werk­schaft ver­han­delt. Die Re­gie­rung kann ei­ne aus­ge­han­del­te Lohn­un­ter­gren­ze aber nur dann der ge­sam­ten Bran­che auf­er­le­gen, wenn die ver­han­deln­den Ta­rif­par­tei­en min­des­tens 50 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten re­prä­sen­tie­ren.

Nach den Da­ten des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) ar­bei­te­ten im ver­gan­ge­nen Jahr le­dig­lich 44 Pro­zent der Ein­zel­han­dels-Be­schäf­tig­ten in West­deutsch­land in ei­nem Be­trieb, der an den Bran­chen­ta­rif­ver­trag ge­bun­den ist, wie die Zei­tung be­rich­te­te. In Ost­deutsch­land wa­ren dem­nach so­gar nur 27 Pro­zent der Be­schäf­tig­ten ta­rif­ge­bun­den.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

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