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Min­dest­lohn-Stu­die: Vie­le Mi­ni­jobs in re­gu­lä­re Stel­len um­ge­wan­delt

Ar­beits­markt­for­scher: Min­dest­lohn führt zu mehr re­gu­lä­ren Ar­beits­plät­zen
Wer pro­fi­tiert von der Um­wand­lung?

20.04.2017. (dpa/eis) - Nach der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns 2015 wur­den, nach An­sicht von Ar­beits­markt­for­schern, vie­le Mi­ni­jobs in re­gu­lä­re Ar­beits­plät­ze um­ge­wan­delt.

Ge­ra­de mit­tel­gro­ße Un­ter­neh­men hät­ten sich nach der Ein­füh­rung der Lohn­un­ter­gren­ze ver­mehrt da­für ent­schie­den, ehe­ma­li­ge Mi­ni­job­bern ei­nen so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Ar­beits­platz zu ge­ben.

Dies geht aus ei­ner Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor, die am Mitt­woch ver­öf­fent­licht wur­de.

Al­ler­dings wur­den auch ei­ni­ge weg­ge­fal­le­ne Mi­ni­jobs er­satz­los von Be­trie­ben ge­stri­chen.

Von der Um­wand­lung hät­ten pri­mär Frau­en, Äl­te­re und ehe­ma­li­ge Mi­ni­job­ber aus Ost­deutsch­land pro­fi­tiert. Ei­ni­ge sind da­für je­doch nur noch in Teil­zeit an­ge­stellt wor­den. Vor al­lem Spe­di­ti­ons­be­trie­be, der Han­del und Au­to­werk­stät­ten ha­ben sich laut der Stu­die mit der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns für ei­ne Um­wand­lung der Mi­ni­jobs in re­gu­lä­re Stel­len ent­schie­den.

Das IAB, For­schungs­in­sti­tut der Bun­des­agen­tur für Ar­beit gibt an, das im Ja­nu­ar 2015, di­rekt nach der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns, die Zahl der Um­wand­lung mit 110.000 über dop­pelt so hoch ge­le­gen ha­be wie im Jahr 2014. Da­mit sei aber auch ein Ver­drän­gungs­ef­fekt ver­bun­den ge­we­sen: Mit der An­stel­lung von bis­he­ri­gen Ge­ring­ver­die­nern als re­gu­lä­re Ar­beits­kräf­te hät­ten ei­ni­ge Un­ter­neh­men an­de­re re­gu­lä­re Jobs ge­stri­chen. Die For­scher ge­hen da­von aus, dass Be­trie­be ent­we­der ge­ra­de frei ge­wor­de­ne re­gu­lä­re Ar­beits­plät­ze mit Mi­ni­job­bern be­setzt oder schwa­che Ar­beit­neh­mer durch leis­tungs­stär­ke­re Mi­ni­job­ber er­setzt ha­ben.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 22. Juni 2017

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