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Mi­ni­job im Haus­halt ge­sucht? Neu­es Por­tal für Haus­halts­hil­fen star­tet

In vie­len Haus­hal­ten ar­bei­ten Putz­hil­fen, Gärt­ner oder Ba­by­sit­ter - häu­fig oh­ne an­ge­mel­det zu sein: Die Schwarz­ar­beit im pri­va­ten Be­reich will die Mi­ni­job­zen­tra­le jetzt mit ei­ner neu­en Stel­len­bör­se be­kämp­fen
Private Putzfrau Wie funk­tio­niert das neue Por­tal?

31.10.2014. (dpa) - Ein neu­es In­ter­net­por­tal für Haus­halts­jobs soll Mi­ni­job­ber und pri­va­te Ar­beit­ge­ber zu­sam­men­brin­gen.

Mit dem An­ge­bot will Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) der ver­brei­te­ten Schwarz­ar­beit bei Jobs in den pri­va­ten vier Wän­den ent­ge­gen­wir­ken.

"Wir wol­len, dass es le­ga­le und so­zi­al ab­ge­si­cher­te Mi­ni­jobs gibt", sag­te sie am Don­ners­tag beim Start des Stel­len­por­tals in Bo­chum.

Auf der In­ter­net­sei­te kön­nen pri­va­te Ar­beit­ge­ber und Putz­hil­fen, Gärt­ner oder Ba­by­sit­ter kos­ten­los ei­ne An­zei­ge auf­ge­ben und bei In­ter­es­se Kon­takt mit­ein­an­der auf­neh­men. Mi­ni­job­zen­tra­le und Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­ri­um wol­len so auch den stei­gen­den Be­darf nach Un­ter­stüt­zung im Haus­halt be­die­nen. "Die Bör­se hilft Fa­mi­li­en bei der Su­che nach ei­ner Ent­las­tung von der Haus­ar­beit und ist da­mit ein Bei­trag zur bes­se­ren Ver­ein­bar­keit von Pri­vat­le­ben und Be­ruf", sag­te Nah­les.

Gleich­zei­tig fin­den Nut­zer auf der In­ter­net­sei­te In­for­ma­tio­nen über das in­zwi­schen ver­ein­fach­te An­mel­de­ver­fah­ren so­wie die Vor­tei­le ei­ner le­ga­len Be­schäf­ti­gung. "Der wich­tigs­te Punkt ist, dass vie­le Mi­ni­job-Ar­beit­neh­mer ih­re Rech­te nicht ken­nen", sag­te Nah­les. Vie­len sei nicht klar, dass an­ge­mel­de­te Haus­halts­hil­fen An­spruch auf Lohn­fort­zah­lung bei Krank­heit oder be­zahl­ten Ur­laub hät­ten. Künf­tig gel­te auch für sie der Min­dest­lohn.

Ar­beit­ge­bern da­ge­gen bie­te ei­ne An­mel­dung not­wen­di­ge Rechts­si­cher­heit, warb Nah­les. Sie könn­ten sich nur durch ei­ne An­mel­dung ih­rer Putz- oder Gar­ten­hil­fe vor Re­gress­for­de­run­gen bei ei­nem Un­fall am Ar­beits­platz schüt­zen. Au­ßer­dem kön­nen Kos­ten für ei­nen an­ge­mel­de­ten Mi­ni­job steu­er­lich gel­tend ge­macht wer­den.

Schät­zun­gen zu­fol­ge ar­bei­ten in Deutsch­land et­wa vier Mil­lio­nen Haus­halts­hil­fen. Bei der Mi­ni­job­zen­tra­le der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung Knapp­schaft-Bahn-See, der zu­stän­di­gen Mel­de­stel­le für al­le Mi­ni­jobs, sind je­doch nur knapp 280 000 Mi­ni­job­ber im pri­va­ten Be­reich an­ge­mel­det. 6,9 Mil­lio­nen Mi­ni­job­ber sind es im ge­werb­li­chen Be­reich. Bei ei­nem so­ge­nann­ten Mi­ni­job darf der Ver­dienst 450 Eu­ro nicht über­schrei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 20. März 2015

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