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Mi­nis­te­rin: Frau­en auf Ar­beits­markt noch im­mer be­nach­tei­ligt

Mäd­chen ha­ben oft­mals bes­se­re Schul­ab­schlüs­se als Jun­gen und ent­schei­den sich den­noch für schlecht be­zahl­te Jobs wie Ver­käu­fe­rin oder Fri­seu­rin: Die Ar­beits­agen­tur will sie nun für Jobs in der In­dus­trie be­geis­tern
Symbol Herren-WC Damen-WC Frau­en wäh­len meist die schlecht be­zahl­ten Be­ru­fe

07.03.2013. (dpa) - Trotz gu­ter Kin­der­be­treu­ung in Sach­sen-An­halt ha­ben nach An­sicht von Gleich­stel­lungs­mi­nis­te­rin An­ge­la Kolb (SPD) Frau­en noch im­mer deut­lich ge­rin­ge­re Chan­cen auf dem Ar­beits­markt.

"Sie ver­die­nen in der Re­gel we­ni­ger als Män­ner und sind län­ger ar­beits­los", sag­te sie am Mitt­woch in Hal­le.

Zur Bi­lanz der Si­tua­ti­on auf dem Ar­beits­markt an­läss­lich des be­vor­ste­hen­den In­ter­na­tio­na­len Frau­en­ta­ges am 8. März zäh­le auch, dass ein Drit­tel der Frau­en in Teil­zeit be­schäf­tigt sei, bei den Män­ner sei­en es nur knapp sie­ben Pro­zent. "Da­bei wol­len vie­le Frau­en ei­ne Voll­zeit­stel­le, ih­nen fehlt aber oft ei­ne Al­ter­na­ti­ve", sag­te die Mi­nis­te­rin.

"In der Ein­kom­mens­grup­pe bis zu 1000 Eu­ro brut­to im Mo­nat sind Frau­en mit knapp 70 Pro­zent ver­tre­ten, bei Ein­kom­men über 3000 Eu­ro im Mo­nat da­ge­gen nur mit 43 Pro­zent", sag­te der Chef der Re­gio­nal­di­rek­ti­on Sach­sen-An­halt-Thü­rin­gen der Bun­des­agen­tur für Ar­beit, Kay Se­ni­us.

Ein Grund da­für sei, dass sich Frau­en bei der Be­rufs­wahl nach wie vor an den tra­di­tio­nel­len Frau­en­jobs wie Ver­käu­fe­rin oder Fri­seu­rin mit ge­rin­ger Be­zah­lung ori­en­tier­ten. Tech­ni­sche Be­ru­fe, die bes­ser ent­lohnt wür­den, spiel­ten da­ge­gen kaum ei­ne Rol­le. Sei­ne Agen­tur wol­le nun ge­mein­sam mit Un­ter­neh­men und Hoch­schu­len mit ver­schie­de­nen Ak­tio­nen auch Mäd­chen für Jobs in der In­dus­trie be­geis­tern.

Wäh­rend ar­beits­lo­se Män­ner im Schnitt 353 Ta­ge oh­ne Job blei­ben, sei­en es bei Frau­en durch­schnitt­lich 476 Ta­ge, sag­te Se­ni­us. Im ver­gan­ge­nen Jahr sank den An­ga­ben zu­fol­ge die Ar­beits­lo­sig­keit bei Män­nern und Frau­en in Sach­sen-An­halt. Im Jah­res­durch­schnitt wa­ren 72 965 Män­ner oh­ne Job, bei den Frau­en wa­ren es 63 713. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te lag bei den Frau­en im Jah­res­durch­schnitt bei 11,9 Pro­zent, bei den Män­nern et­was hö­her bei 12,8 Pro­zent.

Kolb und Se­ni­us kün­dig­ten an, mit ei­ner Kam­pa­gne ver­stärkt auf Ar­beit­ge­ber zu­ge­hen zu wol­len, um sie zu fle­xi­ble­ren Ar­beits­zeit­mo­del­len und fa­mi­li­en­freund­li­che­rer Per­so­nal­po­li­tik zu be­ra­ten. "An­ge­sichts des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels sind Frau­en als Fach­kräf­te un­er­setz­lich, wir müs­sen da­für sor­gen, dass sie ihr Po­ten­zi­al bes­ser ent­fal­ten kön­nen", sag­te Se­ni­us.

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Letzte Überarbeitung: 26. März 2014

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