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NRW-Po­li­zei rüs­tet nach Ter­ror­an­schlä­gen auf

Strei­fen­po­li­zis­ten sol­len auch auf Ter­ror­la­gen vor­be­rei­tet sein: In NRW wird die Aus­rüs­tung ent­spre­chend ver­bes­sert
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27.12.2016 (dpa) - Nach den Ter­ror­an­schlä­gen und -war­nun­gen in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten ver­bes­sert Nord­rhein-West­fa­len die Aus­rüs­tung der Po­li­zei.

Im kom­men­den Jahr soll je­der Strei­fen­wa­gen der NRW-Po­li­zei mit ei­ner zwei­ten Ma­schi­nen­pis­to­le MP 5 mit mo­der­ner Ziel­ein­rich­tung aus­ge­rüs­tet wer­den, teil­te das nord­rhein-west­fä­li­sche In­nen­mi­nis­te­ri­um auf An­fra­ge mit. Da­für sei­en rund 13,5 Mil­lio­nen Eu­ro vor­ge­se­hen.

Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) äu­ßer­te sich zu­frie­den. Der stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de Vol­ker Huß for­dert aber noch ei­ne drit­te Schutz­wes­te im Ein­satz­wa­gen für Po­li­zei­an­wär­ter, die häu­fig mit an Bord sei­en. In Pla­nung sei­en auch noch schuss­si­che­re Hel­me. Ei­ne Ent­schei­dung da­zu sei aber noch nicht ge­fal­len. Bei der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on von Ein­satz­wa­gen müs­se dann noch ein­ge­plant wer­den, dass die zu­sätz­li­che Aus­rüs­tung Platz fin­de.

In die­sem Jahr hat die NRW-Po­li­zei für ins­ge­samt elf Mil­lio­nen Eu­ro neue Wes­ten er­hal­ten. Die ro­bus­ten, pro Stück rund 1.000 Eu­ro teu­ren High-Tech-Wes­ten, sol­len ge­gen Schüs­se aus ei­ner Schnell­feu­er­waf­fe schüt­zen. Sie sind nach An­ga­ben des In­nen­mi­nis­te­ri­ums mit 7,5 Ki­lo sehr leicht. Ih­re An­schaf­fung war kurz nach den Ter­ror­an­schlä­gen von Pa­ris im No­vem­ber 2015 be­schlos­sen wor­den.

Die neu­en Ma­schi­nen­pis­to­len be­grün­det das In­nen­mi­nis­te­ri­um da­mit, dass auch im Wach- und Wech­sel­dienst Po­li­zis­ten auf ter­ro­ris­ti­sche Ge­walt vor­be­rei­tet sein müs­sen. Sie sei­en die Ers­ten, die nach ei­nem mög­li­chen An­schlag ein­schrei­ten müss­ten.

"Für mich ist klar, dass die Frau­en und Män­ner, die für un­se­re Si­cher­heit ih­re Köp­fe hin­hal­ten, die bes­te Aus­rüs­tung und die bes­te Aus­bil­dung be­kom­men", sag­te In­nen­mi­nis­ter Ralf Jä­ger (SPD) nach Mi­nis­te­ri­ums­an­ga­ben. Die Po­li­zei be­rei­te sich im Trai­ning auf al­le denk­ba­ren Sze­na­ri­en vor. "Al­les an­de­re wä­re auch na­iv."

GdP-Vi­ze­chef Huß at­tes­tiert dem Land schnel­les Han­deln. At­ten­tä­ter wür­den in­zwi­schen mit Kriegs­waf­fen vor­ge­hen. Da sei ei­ne mo­der­ne Aus­rüs­tung not­wen­dig. "Die ers­ten Ein­satz­kräf­te müs­sen so­fort agie­ren. Zu war­ten, bis Spe­zi­al­ein­satz­kräf­te her­an­ge­führt sind, kön­nen wir uns bei Ter­ror­la­gen nicht er­lau­ben."

Ne­ben NRW rüs­ten auch an­de­re Bun­des­län­der auf. Ei­ni­ge Bei­spie­le: Bay­ern hat neue Wes­ten an­ge­schafft, Ber­lin un­ter an­de­rem zwei ge­pan­zer­te Fahr­zeu­ge. Ham­burg be­kam ei­nen Rad­pan­zer, Sturm­ge­weh­re, schwe­re Schutz­hel­me und Spe­zi­al­wes­ten. Meck­len­burg-Vor­pom­mern plant für 2017 mehr Geld ein. In Hes­sen gab es 850 neue Schutz­pa­ke­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Juli 2018

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