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Nah­les will Bun­des­pro­gramm für Job­markt-In­te­gra­ti­on von Flücht­lin­gen

Die Asyl­be­wer­ber­zah­len stei­gen - und die Ar­beit­ge­ber for­dern leich­te­ren Zu­gang von Flücht­lin­gen auf den deut­schen Job­markt: Doch die Mit­tel rei­chen aus Sicht der Bun­des­ar­beits­mi­nis­te­rin nicht aus
Wie kön­nen Flücht­lin­ge in den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den?

25.05.2015. (dpa) - An­ge­sichts stei­gen­der Flücht­lings­zah­len und gro­ßen Ar­beits­kräf­te­be­darfs macht sich Ar­beits­mi­nis­te­rin An­drea Nah­les (SPD) für ein Bun­des­pro­gramm zur Job­markt-In­te­gra­ti­on stark.

"Es geht um die fi­nan­zi­el­len und per­so­nel­len Vor­aus­set­zun­gen in den Job­cen­tern, die Flücht­lin­ge in Ar­beit brin­gen zu kön­nen", sag­te Nah­les am Sonn­tag der Deut­schen Pres­se-Agen­tur in Ber­lin.

Die­se In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft ist bis­lang un­ter­fi­nan­ziert, hier brau­chen wir zu­sätz­li­ches Geld."

Al­lein bei tech­ni­schen, IT-, na­tur­wis­sen­schaft­li­chen oder ma­the­ma­ti­schen Be­ru­fen feh­len den Un­ter­neh­men der­zeit laut ei­ner vor we­ni­gen Ta­gen vor­ge­stell­ten Stu­die der Wirt­schaft mehr als 137 000 Ar­beits­kräf­te.

Die Ar­beit­ge­ber for­der­ten des­halb bes­se­re Ar­beits- und Aus­bil­dungs­mög­lich­kei­ten für Flücht­lin­ge in Deutsch­land.

In­fol­ge des jüngs­ten Flücht­lings­gip­fels von Bund und Län­dern tagt an die­sem Diens­tag ei­ne Ar­beits­grup­pe von Bun­des­mi­nis­te­ri­en und den Län­dern. Sie ver­han­delt über mehr Sprach­kur­se, Bil­dung und Be­rufs­vor­be­rei­tung. Dies dient der Vor­be­rei­tung des nächs­ten Bund-Län­der-Flücht­lings­tref­fens am 11. Ju­ni.

Nah­les sag­te, über die lau­fen­den Mit­tel des Eu­ro­päi­schen So­zi­al­fonds hin­aus "brau­chen wir ein ei­gen­stän­di­ges Bun­des­pro­gramm". Mehr Geld sei nö­tig für be­rufs­be­zo­ge­ne Sprach­kur­se und Ein­glie­de­rung in Ar­beit.

"Die Zahl der Flücht­lin­ge steigt und vie­le Men­schen wer­den auf­grund der Si­tua­ti­on in ih­ren Her­kunfts­län­dern dau­er­haft in Deutsch­land blei­ben", so Nah­les. "Wenn wir am An­fang in die Men­schen in­ves­tie­ren, ver­mei­den wir dau­er­haf­te So­zi­al­aus­ga­ben und er­mög­li­chen ih­nen ein ei­gen­stän­di­ges Le­ben."

Die An­er­ken­nungs­ver­fah­ren für Flücht­lin­ge sol­len be­reits be­schleu­nigt wer­den, so Nah­les. An­er­kann­te müss­ten dann aber auch auf den Ar­beits­markt in­te­griert wer­den. "Des­halb hal­te ich er­heb­li­che An­stren­gun­gen bei der ak­ti­ven Ar­beits­markt­po­li­tik, bei all­ge­mei­nen und be­rufs­be­zo­ge­nen Sprach­kur­sen und der An­er­ken­nung von aus­län­di­schen Be­rufs­ab­schlüs­sen für nö­tig."

Die Mi­nis­te­rin er­in­ner­te un­ter an­de­ren dar­an, dass die War­te­frist für den Ar­beits­markt­zu­gang von Flücht­lin­gen be­reits auf drei Mo­na­te ver­kürzt wur­de. In die­sem Aus­bil­dungs­jahr wer­de zu­dem mit der "as­sis­tier­ten Aus­bil­dung" be­gon­nen - auch Ge­dul­de­ten und an­er­kann­ten Flücht­lin­gen ste­he dies of­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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