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Mehr Net­to für Nor­mal­ver­die­ner - Mehr­be­las­tung für hö­he­re Ein­kom­men

Die Steu­er­zah­ler ha­ben 2014 dank des hö­he­ren Grund­frei­be­trags und steu­er­li­cher Än­de­run­gen mi­ni­mal mehr Geld in der Ta­sche: Bei Bes­ser­ver­die­nern schla­gen aber Be­las­tun­gen in Fol­ge hö­he­rer Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen für So­zi­al­kas­sen zu Bu­che
Hunderteuroscheine Wer pro­fi­tiert von den Än­de­run­gen?

24.12.2013. (dpa) - Durch­schnitts­ver­die­ner ha­ben im kom­men­den Jahr et­was mehr Geld in der Ta­sche - auf Gut­ver­die­ner hin­ge­gen kom­men hö­he­re Be­las­tun­gen hin­zu.

Das geht aus Be­rech­nun­gen des Ber­li­ner Steu­er­rechts­ex­per­ten Frank Hecht­ner her­vor, die der Zei­tung "Die Welt" und der Deut­schen Pres­se-Agen­tur am Mon­tag vor­la­gen.

Da­nach kön­nen Durch­schnitts­ver­die­ner 2014 auch dank des hö­he­ren Grund­frei­be­tra­ges mit ei­nem ge­ring­fü­gig hö­he­ren Net­to­lohn von 126 Eu­ro im Jahr rech­nen - ver­ein­zelt auch bis zu fast 142 Eu­ro. Hö­he­re Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen in der Ren­ten- und Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung da­ge­gen be­las­ten Bes­ser­ver­die­ner.

Der steu­er­li­che Grund­frei­be­trag steigt im Ja­nu­ar für Le­di­ge von 8130 auf 8354 Eu­ro, bei Zu­sam­men­ver­an­la­gung auf 16 708 Eu­ro. Das ent­las­tet al­le Steu­er­zah­ler. Spä­tes­tens für 2014 ist auch ei­ne Er­hö­hung des Kin­der­frei­be­trags nö­tig.

Nach dem jüngs­ten, vor ei­nem Jahr ver­ab­schie­de­ten Exis­tenz­mi­ni­mum­be­richt müss­te er 2014 von der­zeit jähr­lich 4368 auf 4440 Eu­ro stei­gen. Da­von pro­fi­tie­ren vor al­lem hö­he­re Ein­kom­men. Nor­ma­ler­wei­se steigt dann auch das Kin­der­geld. Das muss der Ge­setz­ge­ber aber noch re­geln. Hin­zu kommt die bes­se­re steu­er­li­che Ab­setz­bar­keit für Vor­sor­ge­auf­wen­dun­gen.

Für Ar­beit­neh­mer, die mehr als 3937,50 Eu­ro brut­to im Mo­nat ver­die­nen, stei­gen da­ge­gen die So­zi­al­ab­ga­ben. Grund ist die An­pas­sung der Bei­trags­gren­zen an hö­he­re Ein­kom­men. Bis zu die­sen Gren­zen - sie sind in der Ren­ten- und Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rung hö­her als in der Kran­ken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung - müs­sen Be­schäf­tig­te und ih­re Ar­beit­ge­ber So­zi­al­bei­trä­ge ent­rich­ten. Was dar­über liegt, ist bei­trags­frei. Die gro­ße Mehr­heit der Ar­beit­neh­mer ist von der An­he­bung nicht be­trof­fen. Der Mo­nats­ver­dienst von Voll­zeit­be­schäf­tig­ten lag 2012 im Schnitt bei knapp 3400 Eu­ro brut­to.

Ein Al­lein­ste­hen­der oh­ne Kin­der mit ei­nem Brut­to­mo­nats­lohn von 1000 Eu­ro hat nach Hecht­ners Be­rech­nun­gen im ge­sam­ten Jahr net­to 41 Eu­ro mehr zur Ver­fü­gung. Die größ­te Ent­las­tung von fast 142 Eu­ro er­gibt sich für ei­nen ver­hei­ra­te­ten Al­lein­ver­die­ner oh­ne Kin­der mit ei­nem mo­nat­li­chen Brut­to­lohn von 2800 Eu­ro. Ein ver­hei­ra­te­ter Al­lein­ver­die­ner mit zwei Kin­dern und ei­nem Brut­to­lohn von 3500 Eu­ro kann im nächs­ten Jahr et­wa 126 Eu­ro mehr aus­ge­ben.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 7. November 2014

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