HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/136

Opel baut Za­fi­ra in Rüs­sels­heim - Streit um Bo­chum es­ka­liert

Bei Opel in Bo­chum soll En­de 2014 Schluss sein: Das Rüs­sels­hei­mer Stamm­werk will die Pro­duk­ti­on des er­folg­rei­chen Fa­mi­li­en­vans Za­fi­ra über­neh­men. Die Bo­chu­mer be­rei­ten den Kampf um ihr Werk vor
Was plant die Bo­chu­mer Be­leg­schaft?

16.05.2013. (dpa) - Beim Au­to­bau­er Opel droht der Streit um die ge­plan­te Schlie­ßung des Bo­chu­mer Wer­kes mit mehr als 3000 Be­schäf­tig­ten zu es­ka­lie­ren.

Am Mitt­woch kün­dig­te die Fir­men­lei­tung an, den bis­her in Bo­chum ge­fer­tig­ten Za­fi­ra Tou­rer ab 2015 im Stamm­werk Rüs­sels­heim zu bau­en.

Der Bo­chu­mer Be­triebs­rat be­zeich­ne­te das in ei­nem an die Mit­ar­bei­ter ver­teil­ten Flug­blatt als "un­glaub­li­che Pro­vo­ka­ti­on".

Der Be­triebs­rat prü­fe ei­ne Kla­ge ge­gen die Stand­ort­schlie­ßung, sag­te Be­triebs­rats­chef Rai­ner Ei­nen­kel. Ei­nen­kel droh­te au­ßer­dem in­di­rekt mit Maß­nah­men der Bo­chu­mer Be­leg­schaft.

"Wir hat­ten ver­gan­ge­ne Wo­che be­reits ei­ne vier­stün­di­ge In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung in der Ar­beits­zeit", sag­te er. "Der In­for­ma­ti­ons­be­darf könn­te jetzt auch noch grö­ßer sein, das ent­wi­ckelt manch­mal ei­ne spon­ta­ne Dy­na­mik", sag­te er. "Die Men­schen im Ruhr­ge­biet sind spon­tan und krea­tiv." Die Bo­chu­mer Be­leg­schaft gilt als kampf­er­probt. Sie hat­te 2004 mit ei­nem sie­ben­tä­gi­gen "wil­den Streik" schon ein­mal Ta­rif­ge­schich­te ge­schrie­ben.

Bis­her wird das Fa­mi­li­en­au­to ex­klu­siv in Bo­chum ge­baut. Die Be­schäf­tig­ten im Ruhr­ge­biet hat­ten den Opel-Sa­nie­rungs­ta­rif­ver­trag ab­ge­lehnt, der den Er­halt zahl­rei­cher Jobs, aber die Schlie­ßung der Au­to­pro­duk­ti­on im Bo­chu­mer Werk nach 2016 vor­sah. Dar­auf­hin ver­kün­de­te Opel das kom­plet­te Aus für das Werk ein­schließ­lich des Er­satz­teil­la­gers mit 430 Stel­len, das ur­sprüng­lich er­hal­ten wer­den soll­te.

"Die­se Ent­schei­dung stärkt das hes­si­sche Stamm­werk und wird die Aus­las­tung ver­bes­sern", teil­te die Adam Opel AG am Mitt­woch in Rüs­sels­heim zu ih­ren Za­fi­ra-Plä­nen mit: "Rüs­sels­heim wird da­mit in Zu­kunft das ex­klu­si­ve Werk für die bei­den größ­ten und auf­wen­digs­ten Opel-Bau­rei­hen – das Opel-Flagg­schiff In­si­gnia in all sei­nen Va­ri­an­ten und den Za­fi­ra Tou­rer."

In dem Flug­blatt der Bo­chu­mer Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter heißt es da­ge­gen, Be­triebs­rat, Be­leg­schaft und Bo­chu­mer IG Me­tall wür­den Mas­sen­ent­las­sun­gen ab 2014 nicht ak­zep­tie­ren. Es feh­le ei­ne plau­si­ble und nach­voll­zieh­ba­re Be­grün­dung da­für, die aber ge­setz­lich vor­ge­schrie­ben sei.

Der Streit um das Werk scha­det der Mar­ke. Der lan­ge Jah­re über­durch­schnitt­li­che Markt­an­teil der Mar­ke Opel im Ruhr­ge­biet sei seit Be­ginn der jah­re­lan­gen Ge­zer­res um Bo­chum deut­lich zu­rück­ge­gan­gen, stell­te der Duis­bur­ger Au­to-Pro­fes­sor Fer­di­nand Du­den­höf­fer vor kur­zem in ei­ner Stu­die fest.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. Dezember 2014

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de