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Os­ram-Ma­nage­ment in­for­miert Mit­ar­bei­ter über Stel­len­strei­chun­gen

Vor we­ni­gen Ta­gen gab Os­ram be­kannt, dass das Un­ter­neh­men in Deutsch­land 1700 Stel­len strei­chen will: Nun be­ginnt der Kon­zern mit der In­for­ma­ti­on der Mit­ar­bei­ter - und ruft er­neut die IG Me­tall auf den Plan
Massenentlassung, Ansprache Wel­che Stand­or­te sind be­son­ders be­trof­fen?

02.08.2014. (dpa) - Der Leucht­mit­tel­her­stel­ler Os­ram hat am Frei­tag Mit­ar­bei­ter über den be­vor­ste­hen­den Stel­len­ab­bau in­for­miert.

"Es hat am Vor­mit­tag in Mün­chen ei­ne Mit­ar­bei­ter­ver­samm­lung ge­ge­ben", sag­te ein Kon­zern­spre­cher.

Am Nach­mit­tag gab es wei­te­re Ver­an­stal­tun­gen an den Stand­or­ten Gar­ching und Eich­stätt.

Nach In­for­ma­tio­nen des Baye­ri­schen Rund­funks sind in Mün­chen und Eich­stätt je­weils 300 Mit­ar­bei­ter von dem ge­plan­ten Job­ab­bau be­trof­fen. Ein Os­ram-Spre­cher woll­te die Zah­len nicht kom­men­tie­ren. Der­zeit sind in Mün­chen und Gar­ching rund 1400 Men­schen be­schäf­tigt, in Eich­stätt rund 700.

Mi­cha­el Knuth, Spre­cher der IG Me­tall und stell­ver­tre­ten­der Auf­sichts­rats­chef bei Os­ram, kri­ti­sier­te Os­rams In­for­ma­ti­ons­po­li­tik scharf. "Wer ge­hofft hat, heu­te die gan­ze Wahr­heit zu er­fah­ren, wur­de ent­täuscht", sag­te er der Nach­rich­ten­agen­tur dpa. Vor­stands­chef Wolf­gang De­hen ha­be er­neut nur die längt be­kann­ten Stel­len­strei­chungs­plä­ne - 7800 Jobs welt­weit, da­von 1700 in Deutsch­land - ge­nannt. Zah­len für die ein­zel­nen Stand­or­te sei er schul­dig ge­blie­ben. "Ich kann die­se Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht nach­voll­zie­hen", mein­te der Ge­werk­schaft­ler.

Die neu­er­li­chen Kür­zun­gen tref­fen vor al­lem die Her­stel­lung tra­di­tio­nel­ler Leucht­mit­tel und die Ver­wal­tung. Dass am Stand­ort Eich­stätt vie­le Mit­ar­bei­ter be­trof­fen sind, liegt auch dar­an, dass nach Plä­nen der EU bis Herbst 2016 auch Haus­halts-Ha­lo­gen­lam­pen groß­teils vom Markt ver­schwin­den sol­len. Sie se­hen ähn­lich aus wie klas­si­sche Glüh­bir­nen und wer­den des­halb seit dem Ver­bot der tra­di­tio­nel­len Bir­nen ger­ne er­satz­wei­se ein­ge­setzt, ha­ben aber ei­ne ähn­lich schlech­te En­er­gie­bi­lanz. In Au­tos dür­fen Ha­lo­gen­lam­pen aber auch nach 2016 wei­ter ver­wen­det wer­den.

In Deutsch­land sind von den Ein­schnit­ten nach Un­ter­neh­mens­an­ga­ben vor al­lem Mün­chen, Augs­burg, Eich­stätt und Ber­lin be­trof­fen. Da vor al­lem in Augs­burg und Eich­stätt die klas­si­sche Be­leuch­tung wie Leucht­stoff- und Ha­lo­gen­lam­pen ei­nen Groß­teil der Pro­duk­ti­on aus­macht, müs­sen dort die Be­schäf­tig­ten am meis­ten um ih­re Jobs ban­gen. Wie al­le Licht­tech­ni­k­an­bie­ter ist auch Os­ram vom ra­san­ten Wan­del in der Bran­che hin zu mo­der­ner Leucht­di­oden-Tech­nik (LED) be­trof­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. November 2016

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