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ARBEITSRECHT AKTUELL // 17/251

Ost-West-Ge­fäl­le auf dem Stel­len­markt

Die Stel­len­such­ma­schi­ne Job­lift hat et­wa 16 Mil­lio­nen Job­an­zei­gen ana­ly­siert und da­bei teils deut­li­che Un­ter­schie­de zwi­schen den al­ten und den neu­en Bun­des­län­dern fest­ge­stellt.
Ost West Deutschland Schilder,  Unterschied

29.09.2017. (dpa/wie) - Zwi­schen Ost- und West­deutsch­land gibt es nach wie vor gro­ße Un­ter­schie­de zu ver­zeich­nen, wo­bei die neu­en Bun­des­län­der bei den Ver­glei­chen oft den Kür­ze­ren zie­hen.

So gibt es bei­spiels­wei­se ein Ge­fäl­le bei der Ren­te (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 16/233 Nah­les will Ost­ren­te bis 2020 auf West­ni­veau an­he­ben) und bei ta­rif­li­chen Ar­beits­zei­ten müs­sen Ar­beit­neh­mer im Os­ten län­ger ran als im Wes­ten (wir be­rich­te­ten in Ar­beits­recht ak­tu­ell: 17/200 Ost­deut­sche Ta­rif­ver­trä­ge mit län­ge­ren Ar­beits­zei­ten als im Wes­ten).

Die Me­ta­job­such­ma­schi­ne "Job­lift" hat nun in ei­ner Ana­ly­se von knapp 16 Mil­lio­nen Stel­len­an­zei­gen aus der Bun­des­re­pu­blik auf­ge­zeigt, dass auch der Stel­len­markt deut­li­che re­gio­na­le Un­ter­schie­de auf­weist. Die Job­an­ge­bo­te aus der Haupt­stadt Ber­lin wur­den al­ler­dings nicht be­rück­sich­tigt, da die Zu­ord­nung in West oder Ost nicht ein­deu­tig vor­ge­nom­men wer­den konn­te.

Wäh­rend in West­deutsch­land durch­schnitt­lich et­wa 1,25 Mil­lio­nen Stel­len pro Bun­des­land aus­ge­schrie­ben wur­den, wa­ren es in den neu­en Bun­des­län­dern im Schnitt nur 423.099. Ins­ge­samt wur­den im Wes­ten in den letz­ten zwei Jah­ren 12,5 Mil­lio­nen An­zei­gen ge­schal­tet und im Os­ten et­was mehr als zwei Mil­lio­nen. Al­ler­dings wächst der ost­deut­sche Stel­len­markt mit durch­schnitt­lich 2,0 Pro­zent pro Mo­nat stär­ker als der west­deut­sche (1,4 Pro­zent).

Auch in­halt­lich un­ter­schei­den sich die Job­an­ge­bo­te je nach La­ge. Im Os­ten wur­den am häu­figs­ten Me­cha­ni­ker ge­sucht, ge­folgt von Kräf­ten in der Pfle­ge und im Ver­kauf. Dem­ent­spre­chend wa­ren hier vor al­lem Be­wer­ber mit ei­ner Be­rufs­aus­bil­dung ge­fragt (54,6 Pro­zent). Der An­teil an aus­ge­schrie­be­nen Jobs für Aka­de­mi­ker lag bei 25,6 Pro­zent. In den al­ten Bun­des­län­dern war die Nach­fra­ge nach Ar­beits­su­chen­den mit Hoch­schul­ab­schluss et­was hö­her (30,6 Pro­zent der Stel­len­an­zei­gen). Ge­braucht wur­den hier ins­be­son­de­re Soft­ware­ent­wick­ler und In­ge­nieu­re aber auch die Me­cha­ni­ker fan­den sich im Wes­ten in den Top Drei wie­der.

Ab­ge­se­hen von dem ge­rin­ge­ren An­ge­bot auf dem Ar­beits­markt schei­nen die Ar­beit­ge­ber in Ost­deutsch­land je­doch grö­ße­res Ver­trau­en in neue Mit­ar­bei­ter zu ha­ben. Über 45 Pro­zent der Stel­len­an­zei­gen im Os­ten sa­hen ein un­be­fris­te­tes Ar­beits­ver­hält­nis vor - im Wes­ten traf dies nur auf knapp 30 Pro­zent der An­ge­bo­te zu. Der An­teil an Voll­zeit­stel­len be­trug im Os­ten 58 Pro­zent, in West­deutsch­land wa­ren es 47,1 Pro­zent der An­zei­gen.


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Letzte Überarbeitung: 15. Juni 2018

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