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Pfle­ge­kräf­te: Bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen in der Zeit­ar­beit?

Die Zahl der Pfle­ge­kräf­te, die in die Zeit­ar­beit wech­seln, steigt. Laut Per­so­nal­dienst­leis­tern liegt das an den bes­se­ren Ar­beits­be­din­gun­gen in den Leih­ar­beits­fir­men.
Krankenpflegerin mit Seniorin, Pflegehilfe, Pflegeberufe

23.06.2017. (dpa/wie) - In der Pfle­ge­bran­che ist ein deut­li­cher Zu­wachs von Leih­ar­beit­neh­mern zu ver­zeich­nen. Die Ge­werk­schafts­se­kre­tä­rin von Ver­di, Bri­git­te Horn, hält das für ei­nen "lau­ten Hil­fe­ruf nach Plan­bar­keit, ge­re­gel­tem Le­ben und Be­rück­sich­ti­gung der ei­ge­nen Be­lan­ge".

Horn sieht den Grund des Flie­hens in die Zeit­ar­beit in den Ar­beits­be­din­gun­gen der Kran­ken­häu­ser. Über­stun­den, Nacht­diens­te und Ex­tra-Schich­ten wür­den ho­he Ar­beits­be­las­tun­gen mit sich brin­gen.

Von ei­nem Hil­fe­ruf kann laut Se­bas­ti­an La­zay, Vi­ze­prä­si­dent des Bun­des­ar­beit­ge­ber­ver­ban­des der Per­so­nal­dienst­leis­ter (BAP) und Ge­schäfts­füh­rer der Ex­tra-Per­so­nal­ser­vice GmbH, kei­ne Re­de sein. Die Ent­wick­lung zei­ge nur, dass die Zeit­ar­beit ein wich­ti­ges Fle­xi­bi­li­sie­rungs­in­stru­ment für die deut­sche Wirt­schaft und ein at­trak­ti­ves Er­werbs­mo­dell für Ar­beit­neh­mer ist.

"Grund da­für sind die bes­se­ren Ar­beits­be­din­gun­gen in der Zeit­ar­beit, denn un­se­re Mit­ar­bei­ter kön­nen ih­re Dienst­plä­ne zu ei­nem gro­ßen Teil selbst mit­be­stim­men und wer­den da­durch psy­chisch und phy­sisch ent­las­tet.", er­klär­te La­zay. Ein ge­re­gel­tes Ar­beits- und Pri­vat­le­ben sei durch die fle­xi­blen Ar­beits­zeit­mo­del­le und die bes­se­re Plan­bar­keit mög­lich.

Ein Leih­ar­beits­ver­hält­nis ha­be auch kei­ne Nach­tei­le hin­sicht­lich "ta­rif­ver­trag­lich fest­ge­schrie­be­nem Lohn so­wie Ren­ten-, Kran­ken-, Ar­beits­lo­sen-, Pfle­ge- und Un­fall­ver­si­che­rung" ge­gen­über ei­nem Nor­mal­ar­beits­ver­hält­nis, so La­zay. Auch Ur­laub und Lohn­fort­zah­lung im Krank­heits­fall sei ge­re­gelt.

Die Spre­che­rin des Deut­schen Be­rufs­ver­ban­des für Pfle­ge­be­ru­fe (DB­fK), Jo­han­na Knüp­pel, sieht eben­falls gro­ße Vor­tei­le in der Zeit­ar­beit. Durch den ge­re­gel­ten Ar­beits­plan kön­ne bei­spiels­wei­se ein be­rufs­be­glei­ten­des Stu­di­um in An­griff ge­nom­men wer­den. "Der Schritt in die Leih­ar­beit ist für die be­tref­fen­de Kran­ken­pfle­ge­kraft nicht un­be­dingt ei­ne be­ruf­li­che Ver­schlech­te­rung", be­ton­te Knüp­pel in der "Ärz­te Zei­tung".


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Letzte Überarbeitung: 20. November 2018

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