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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/058

Re­al­löh­ne im Jahr 2011 vor­aus­sicht­lich um 1,0% ge­stie­gen

An­stieg der Re­al­löh­ne 2011: Kein Aus­gleich durch hö­he­re Ver­brau­cher­prei­se
Münzen, Münzhaufen

06.02.2012 (ots) - Die Re­al­löh­ne, das heißt die preis­be­rei­nig­ten Brut­to­mo­nats­ver­diens­te voll­zeit­be­schäf­tig­ter Ar­beit­neh­mer, stie­gen in Deutsch­land im Jahr 2011 im Ver­gleich zum Vor­jahr vor­aus­sicht­lich um durch­schnitt­lich 1,0 %. Zum Ver­gleich: 2010 wa­ren sie um 1,5 % ge­stie­gen, 2009 um 0,4 % ge­sun­ken. Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (De­sta­tis) wei­ter mit­teilt, la­gen die No­mi­nal­löh­ne im Jahr 2011 nach bis­her vor­lie­gen­den Er­geb­nis­sen um vor­aus­sicht­lich 3,3 % über dem Vor­jah­res­wert, die Ver­brau­cher­prei­se er­höh­ten sich im sel­ben Zeit­raum um 2,3 %.

Die No­mi­nal­löh­ne stie­gen in der ers­ten Jah­res­hälf­te 2011 vor al­lem durch den wei­te­ren Ab­bau der Kurz­ar­beit so­wie hö­he­re Ta­rif­ab­schlüs­se und Son­der­zah­lun­gen stark an. Aus die­sen Grün­den la­gen die Ver­än­de­rungs­ra­ten in den ers­ten bei­den Quar­ta­len 2011 über der Vier-Pro­zent-Mar­ke und so­mit auch deut­lich über dem An­stieg der Ver­brau­cher­prei­se.

In der zwei­ten Jah­res­hälf­te 2011 schwäch­te sich das Wachs­tum der No­mi­nal­löh­ne ab. Im drit­ten Quar­tal konn­te das Plus in Hö­he von 3,0 % die In­fla­ti­ons­ra­te (+ 2,5 %) noch über­tref­fen. Im vier­ten Quar­tal wa­ren die No­mi­nal­löh­ne vor­aus­sicht­lich um 2,1 % hö­her als im Vor­jah­res­quar­tal. Erst­mals seit dem vier­ten Quar­tal 2009 hät­te da­mit der Zu­wachs der No­mi­nal­löh­ne nicht aus­ge­reicht, um den An­stieg der Ver­brau­cher­prei­se (+ 2,3 %) aus­zu­glei­chen.

Die­se An­ga­ben stel­len ers­te vor­läu­fi­ge Er­geb­nis­se über die no­mi­na­len und rea­len Brut­to­ver­diens­te in Deutsch­land im Jahr 2011 dar. De­tail­lier­te und end­gül­ti­ge Da­ten un­ter­glie­dert un­ter an­de­rem nach Wirt­schafts­zwei­gen, Be­schäf­ti­gungs­um­fang und Ge­schlecht für das vier­te Quar­tal 2011 und das Jahr 2011 wer­den vor­aus­sicht­lich am 22. März 2012 ver­öf­fent­licht.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 21. Januar 2014

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