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Re­gie­rung und Ge­werk­schaf­ten neh­men Ge­sprä­che zu Leh­rer­man­gel auf

Das al­te Schul­jahr geht zu En­de. Aber schon heu­te ist klar, dass Sach­sen Pro­ble­me bei der Ein­stel­lung neu­er Leh­rer ha­ben wird
Wer­den die Ar­beits­be­din­gun­gen der Leh­rer ver­bes­sert?

22.06.2016. (dpa) - Die säch­si­sche Re­gie­rung und Leh­rer­ge­werk­schaf­ten ha­ben am Diens­tag in Dres­den Be­ra­tun­gen auf­ge­nom­men, um den Leh­rer­man­gel in den Griff zu be­kom­men.

Zu­nächst soll­te es nur um For­ma­li­en für die Ge­sprä­che ge­hen.

Von Re­gie­rungs­sei­te aus sind die Res­sorts Fi­nan­zen und Kul­tus be­tei­ligt.

Auf der an­de­ren Sei­te neh­men die Ge­werk­schaft Er­zie­hung und Wis­sen­schaft (GEW) so­wie Ver­tre­ter von der Dach­ge­werk­schaft dbb Be­am­ten­bund und der Ta­rif­uni­on Platz.

Der Leh­rer­man­gel be­stimmt Sach­sens Po­li­tik der­zeit wie kein zwei­tes The­ma. Kul­tus­mi­nis­te­rin Brun­hild Kurth (CDU) hat­te sich zu­letzt auch für ei­ne Ver­be­am­tung jun­ger Leh­rer und bes­se­re Kon­di­tio­nen für äl­te­re Kol­le­gen stark ge­macht. "Oh­ne mehr Geld wird gar nichts ge­hen. An­dern­falls kön­nen wir das The­ma Wett­be­werbs­fä­hig­keit strei­chen", sag­te sie mit Blick auf den Kon­kur­renz­kampf der Bun­des­län­der un­ter­ein­an­der. Sach­sen müs­se die Kon­di­tio­nen im Schul­dienst ver­bes­sern, um mit­hal­ten zu kön­nen. Re­gie­rung und Ge­werk­schaft sei­en ge­mein­sam da­für ver­ant­wort­lich.

Aus Sicht der SPD kann der Leh­rer­man­gel nicht al­lein mit fi­nan­zi­el­len An­rei­zen ge­löst wer­den. "Jun­ge Men­schen müs­sen auch se­hen, dass sie in Sach­sens Schu­len ei­ge­ne Ide­en um­set­zen und ih­re Bil­dungs­vor­stel­lun­gen ver­wirk­li­chen kön­nen. Da­für brau­chen säch­si­sche Schu­len Frei­heit und Ei­gen­ver­ant­wor­tung", er­klär­te Bil­dungs­ex­per­tin Sa­bi­ne Frie­del. Es sei drin­gend an der Zeit, dass die Re­gie­rung zu ei­ner lang­fris­ti­gen und fai­ren Ver­ein­ba­rung mit den Leh­rer­ver­bän­den kom­me, be­ton­te Frie­del. Da­für müss­ten nun rea­lis­ti­sche und wirk­sa­me Maß­nah­men be­spro­chen wer­den. Man kön­ne "sich nicht auf Schein­lö­sun­gen wie ei­ner ge­ne­rel­len Ver­be­am­tung" aus­ru­hen.

Die SPD-Ab­ge­ord­ne­te Han­ka Klie­se ging am Diens­tag da­von aus, dass zu Be­ginn des neu­en Schul­jah­res Leh­rer feh­len wer­den. "Ich kann mir schwer vor­stel­len, noch aus­rei­chend Leh­rer zu fin­den." Sach­sen will 1200 neue Päd­ago­gen ein­stel­len, aber bis­lang sind erst knapp 1000 Stel­len be­setzt.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Oktober 2016

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