HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/046

SPD und CDU in Thü­rin­gen wei­ter un­eins über Bil­dungs­ur­laub für Ar­beit­neh­mer

Die Ein­füh­rung von be­zahl­ten Bil­dungs­ur­laubs für Ar­beit­neh­mer sorgt für Un­mut: Kam­mern und Ver­bän­de stimm­ten den Re­fe­ren­ten­ent­wurf nicht zu
Unterrichtsraum mit Kursleiter hinter Lehrerpult und einer Kursteilnehmerin, beide stehend Wird sich das Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­setz ver­zö­gern?

27.02.2013. (dpa) - Die Ein­füh­rung ei­nes be­zahl­ten Bil­dungs­ur­laubs für Ar­beit­neh­mer in Thü­rin­gen sorgt wei­ter für Un­mut bei den Ko­ali­ti­ons­part­nern CDU und SPD.

"Die CDU-Frak­ti­on steht zum Koa­la­ti­ons­ver­trag mit der SPD und wird ein Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­setz ver­ab­schie­den, wenn die ent­spre­chen­den Pa­ra­me­ter er­füllt sind", er­klär­te der wirt­schafts­po­li­ti­sche Spre­cher, Ger­hard Gün­ther, am Diens­tag nach ei­nem Ge­spräch mit Wirt­schafts­ver­tre­tern.

Bil­dungs­mi­nis­ter Chris­toph Mat­schie (SPD) sol­le sei­ne "Ver­wei­ge­rungs­hal­tung" auf­ge­ben und sich mit der Thü­rin­ger Wirt­schaft ei­ni­gen.

Die Kam­mern und Ver­bän­de stimm­ten den Re­fe­ren­ten­ent­wurf nicht zu. Ih­rer Auf­fas­sung nach sol­len sich Ar­beit­neh­mer wie Ar­beit­ge­ber an der Bil­dungs­frei­stel­lung be­tei­li­gen und da­für we­ni­ge Ta­ge Ur­laub in­ves­tie­ren.

Die CDU un­ter­stüt­ze zum gro­ßen Teil die Po­si­tio­nen der Wirt­schaft, sag­te Gün­ther. Au­ßer­dem soll­ten kleins­te Un­ter­neh­men aus der Re­ge­lung her­aus­ge­nom­men wer­den, um die Be­las­tung für die Wirt­schaft so ge­ring wie mög­lich zu hal­ten. Nach Auf­fas­sung der SPD wür­den da­mit je­doch das Gros der Thü­rin­ger Fir­men aus dem Ge­setz her­aus­fal­len. Die Thü­rin­ger Grü­nen war­fen der Ko­ali­ti­on Hand­lungs­un­fä­hig­keit vor.

Bil­dungs­mi­nis­ter Chris­toph Mat­schie (SPD) hat­te am Mon­tag den Re­gie­rungs­part­ner CDU auf­ge­for­dert, das Bil­dungs­frei­stel­lungs­ge­setz nicht wei­ter zu ver­zö­gern. Thü­rin­gen ge­hö­re zu den we­ni­gen Bun­des­län­dern, die noch kei­ne ge­setz­li­che Re­ge­lung für ei­ne Aus­zeit zur Wei­ter­bil­dung hät­ten.

Be­reits seit Som­mer 2012 lie­ge ein Ge­set­zes­ent­wurf vor. CDU-Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Voß ha­be dar­auf ge­drun­gen, dass die Ent­schä­di­gung für Ar­beit­ge­ber ge­stri­chen wer­de, um den Lan­des­haus­halt nicht zu be­las­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Juni 2016

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de