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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/265

SPD und IG BAU wol­len Trick­se­rei­en am Ar­beits­markt stop­pen

SPD und IG Bau wol­len schär­fe­re Re­geln ge­gen Miss­brauch von Leih­ar­beit: SPD-Schat­ten­mi­nis­ter für Ar­beit und So­zia­les Wie­se­hü­gel für zeit­li­che Be­gren­zung von Leih­ar­beit
Schwarzarbeitskontrolle Ex-IG-Bau-Vor­sit­zen­der ge­gen "Trick­se­rei­en von Ar­beit­ge­bern bei Über­stun­den"

11.09.2013. (dpa) - Die SPD und die IG BAU wol­len Trick­se­rei­en von Un­ter­neh­men auf Kos­ten der Ar­beit­neh­mer ei­nen Rie­gel vor­schie­ben.

In der neu auf­ge­flamm­ten De­bat­te über die teils jah­re­lan­ge Be­schäf­ti­gung von Leih­ar­bei­tern hat sich der SPD-Kan­di­dat für das Amt des Ar­beits­mi­nis­ters, Klaus Wie­se­hü­gel, am Mitt­woch für ei­ne Be­fris­tung aus­ge­spro­chen.

"Es wird ei­ne kla­re Gren­ze ge­ben, wie lan­ge sich so et­was hin­zie­hen darf", ver­sprach der ehe­ma­li­ge Chef der In­dus­trie­ge­werk­schaft in Ber­lin für den Fall ei­nes Wahl­siegs. Sein Nach­fol­ger bei der IG BAU, Ro­bert Fei­ger, for­der­te au­ßer­dem ei­ne ge­setz­li­che Pflicht, Ar­beits­zei­ten fäl­schungs­si­cher und lü­cken­los zu er­fas­sen, um Miss­brauch zu ver­hin­dern.

Wie­se­hü­gel nann­te zu sei­nem Vor­schlag ei­ner Be­fris­tung der Leih­ar­beit zu­nächst kei­ne kon­kre­te Höchst­dau­er. Das müs­se mit ei­nem mög­li­chen Ko­ali­ti­ons­part­ner aus­ge­han­delt wer­den. Die SPD will au­ßer­dem den An­teil von Leih­ar­bei­tern in Un­ter­neh­men be­gren­zen.

Ar­beit­ge­ber-Prä­si­dent Die­ter Hundt be­stritt den mas­sen­haf­ten Miss­brauch der Leih­ar­beit. In Ein­zel­fäl­len mö­ge es das ge­ben, doch "die vor­han­de­nen ge­setz­li­chen Mög­lich­kei­ten bie­ten je­de Hand­ha­be, dies zu ver­hin­dern", sag­te Hundt der "Pas­sau­er Neu­en Pres­se" (Mitt­woch).

Der Ein­satz von Zeit­ar­beits­kräf­ten er­fol­ge vor­über­ge­hend, um Auf­trags­spit­zen ab­zu­de­cken. "Mehr als 50 Pro­zent der Ein­satz­zei­ten sind kür­zer als sechs Mo­na­te", sag­te er.

In der ARD-Sen­dung "Wahl­a­re­na" am Mon­tag­abend hat­te ein Leih­ar­bei­ter ge­schil­dert, dass er seit zehn Jah­ren bei der sel­ben Fir­ma be­schäf­tigt sei. Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) hat­te da­zu ge­sagt:

"Ich hal­te das für ei­nen sehr kras­sen Fall. (...) Wenn es meh­re­re Fäl­le über zehn Jah­re gibt, bin ich be­reit, mir das an­zu­schau­en."

Der neue IG-BAU-Chef Fei­ger will künf­tig au­ßer­dem Trick­se­rei­en von Ar­beit­ge­bern bei Über­stun­den ver­hin­dern. "Al­le Min­dest­be­din­gun­gen, ob ge­setz­lich oder ta­rif­lich, müs­sen bes­ser kon­trol­liert und durch­ge­setzt wer­den", sag­te Fei­ger nach Ge­werk­schafts­an­ga­ben am Mitt­woch. Die Zeit­er­fas­sung sei ei­ne Mög­lich­keit, Miss­brauch zu be­kämp­fen. Au­ßer­dem brau­che die Fi­nanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit deut­lich mehr Per­so­nal.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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