HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/075

Schle­cker-Mit­ar­bei­ter grün­den Selbst­hil­fe­ver­ein

"Wir wol­len Schle­cker hel­fen" - Die Mit­ar­bei­ter pa­cken es an
Sitzung des Betriebsrats, Betriebsratsversammlung
17.02.2012 (dpa/lsw) - Nur mit ge­nü­gend Kun­den kann die in­sol­ven­te Dro­ge­rie­ket­te Schle­cker über­le­ben. Ei­ni­ge Be­schäf­tig­te wol­len des­halb nun selbst Hand an­le­gen, ih­ren Ar­beit­ge­ber zu ret­ten. Sie­ben Mit­ar­bei­ter ha­ben den Ver­ein "Wir wol­len Schle­cker hel­fen" ge­grün­det. "Aus Be­trof­fen­heit ha­ben wir uns ge­sagt, dass wir ir­gend­was tun müs­sen", sag­te Dia­na Schau­er, die Spre­che­rin der Grup­pe, in Stutt­gart. Das Ziel sei, Kol­le­gen aus ganz Deutsch­land für die Ak­ti­on zu be­geis­tern.

"Wir wol­len den Mit­ar­bei­tern und Kun­den zei­gen, wie es drau­ßen wirk­lich läuft", sag­te auch Jo­nas Bei­rer, ein Schle­cker-Be­zirks­lei­ter. Da­bei ge­he es auch um Vor­ur­tei­le - denn Schi­ka­nen und schlech­te Ar­beits­be­din­gun­gen ent­sprä­chen nicht mehr der Rea­li­tät. Rund 30.000 Mit­ar­bei­ter der Ket­te ban­gen um ih­re Jobs, seit Schle­cker am 23. Ja­nu­ar In­sol­venz an­ge­mel­det hat.

"Wir ha­ben schon ers­te Zu­sa­gen, et­wa von Kol­le­gin­nen aus Frank­furt", sag­te Schau­er. "Uns hat nie­mand ge­zwun­gen oder auf­ge­ru­fen, et­was zu ma­chen", be­ton­te Grün­dungs­mit­glied Kar­men Gru­jic. "Wir ar­bei­ten al­le seit Jah­ren bei Schle­cker. Und jetzt soll plötz­lich Schluss sein?"

Die Un­ter­neh­mens­spit­ze be­grüß­te die Initia­ti­ve. "Ich fin­de es sehr stark, wenn un­se­re Mit­ar­bei­ter ge­ra­de jetzt ak­tiv wer­den, sich ei­ge­ne Ak­tio­nen über­le­gen und um je­den Kun­den kämp­fen", sag­te Lars Schle­cker der dpa. Noch ist un­klar, wann das In­sol­venz­ver­fah­ren er­öff­net und ob die Fa­mi­lie die Fir­ma wei­ter füh­ren wird. Die Un­ter­neh­mens­lei­tung war über die Ak­ti­on in­for­miert wor­den, hält sich aber au­ßen vor. "Die Wa­re ist wie­der in un­se­ren Lä­den. Die Re­ga­le fül­len sich zu­neh­mend. Das müs­sen wir nur auch den Kun­den na­he brin­gen", so Schle­cker.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. Dezember 2013

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de