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Schwe­sig will fle­xi­ble Be­treu­ungs­zei­ten in Ki­tas för­dern

Längst nicht al­le El­tern ar­bei­ten re­gel­mä­ßig von 9 bis 17 Uhr: Im­mer mehr Jobs fin­den auch am Abend, früh­mor­gens oder so­gar in der Nacht statt. Und was ist dann mit der Kin­der­be­treu­ung?
Was für Be­treu­ungs­mög­lich­kei­ten sol­len ge­schaf­fen wer­den?

04.09.2015. (dpa) - Mit bis zu 100 Mil­lio­nen Eu­ro in drei Jah­ren will Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Ma­nue­la Schwe­sig (SPD) fle­xi­ble­re Be­treu­ungs­zei­ten für Kin­der för­dern.

Bei dem Pro­gramm Ki­taP­lus ge­he es nicht dar­um, ei­ne län­ge­re Be­treu­ung zu er­mög­li­chen, son­dern das An­ge­bot vor al­lem in Rand­zei­ten zu ver­bes­sern, er­klär­te Schwe­sig am Don­ners­tag.

Im­mer mehr Müt­ter und Vä­ter ar­bei­te­ten au­ßer­halb der üb­li­chen Öff­nungs­zei­ten von Ki­tas - et­wa in Kli­ni­ken, der Gas­tro­no­mie oder bei der Po­li­zei.

"Die­se Fa­mi­li­en wün­schen sich ei­ne Be­treu­ung für ih­re Kin­der, die zu ih­rem Ar­beits­all­tag passt", be­ton­te die Mi­nis­te­rin.

Bis zu 200 000 Eu­ro pro Jahr kön­nen Ki­tas be­an­tra­gen, Ta­ges­pfle­ge­per­so­nen bis zu 15 000 Eu­ro, um ihr An­ge­bot ab Ja­nu­ar 2016 ent­spre­chend aus­zu­bau­en. Das Geld kann für Bau­kos­ten eben­so ge­nutzt wer­den wie für Be­triebs- und Per­so­nal­kos­ten. Schon ei­ne Ver­län­ge­rung der Öff­nungs­zei­ten von 16.00 auf 18.00 Uhr nut­ze vie­len Pend­lern und Voll­zeit­be­rufs­tä­ti­gen, heißt es im Mi­nis­te­ri­um.

Be­darfs­ge­rech­te Be­treu­ungs­zei­ten kön­nen nach An­ga­ben des Mi­nis­te­ri­ums ei­ne Aus­wei­tung der Öff­nungs­zei­ten pro Wo­chen­tag be­deu­ten, aber auch Be­treu­ungs­mög­lich­kei­ten am Wo­chen­en­de und an Fei­er­ta­gen bis hin zu ei­nem Be­treu­ungs­an­ge­bot auch in Nacht­zei­ten.

Schwe­sig be­such­te am Don­ners­tag die Kin­der­ta­ges­stät­te "UN­I­me­di­mi­nis" auf dem Ge­län­de der Uni­ver­si­täts­me­di­zin in Mainz. Dort kön­nen El­tern ih­re Kleins­ten in der Zeit zwi­schen 5.45 Uhr und 18.30 Uhr be­treu­en las­sen. Auch der Stand­ort auf dem Cam­pus und da­mit die Nä­he zum Ar­beits­platz macht die Un­ter­brin­gung der Kin­der für die Mit­ar­bei­ter dort be­son­ders at­trak­tiv.

Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner aus Po­li­tik und Wirt­schaft ru­fen ge­mein­sam zur Be­tei­li­gung an dem bun­des­wei­ten Pro­gramm auf, dar­un­ter der Deut­sche Ge­werk­schafts­bund, die Bun­des­ver­ei­ni­gung der Deut­schen Ar­beit­ge­ber­ver­bän­de, Städ­te und Ge­mein­den so­wie die Bun­des­agen­tur für Ar­beit.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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