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Som­mer­flau­te lässt Ar­beits­lo­sen­zahl auf 2,914 Mil­lio­nen stei­gen

Im Som­mer pas­siert auf dem Ar­beits­markt nicht viel: Man­che Fir­men ma­chen Be­triebs­ur­laub, an­de­re war­ten das En­de der Schul­fe­ri­en ab, be­vor sie neu­es Per­so­nal ein­stel­len. Zu­gleich mel­den sich vie­le Schul­ab­gän­ger ar­beits­los. Die Er­werbs­lo­sig­keit steigt des­halb an
Arbeitnehmer Krawatte Mitte Die Ar­beits­lo­sen­zah­len für Ju­li lie­gen vor

01.08.2013. (dpa) - Die ein­set­zen­de Som­mer­flau­te hat die Zahl der Ar­beits­lo­sen in Deutsch­land im Ju­li um 49 000 auf 2 914 000 stei­gen las­sen.

Die Ar­beits­lo­sen­quo­te leg­te um 0,2 Punk­te auf 6,8 Pro­zent zu.

"Der An­stieg be­ruht vor al­lem dar­auf, dass sich Ju­gend­li­che nach En­de ih­rer schu­li­schen oder be­ruf­li­chen Aus­bil­dung vor­über­ge­hend ar­beits­los mel­den", teil­te die Bun­des­agen­tur für Ar­beit (BA) am Mitt­woch in Nürn­berg mit.

Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat wa­ren dies­mal 38 000 Men­schen mehr auf Job­su­che; die Quo­te blieb je­doch auf Jah­res­sicht un­ver­än­dert.

BA-Vor­stands­chef Frank-Jür­gen Wei­se er­läu­ter­te: "Im zwei­ten Quar­tal ist die deut­sche Wirt­schaft al­len An­zei­chen nach wie­der stär­ker ge­wach­sen. Da­von pro­fi­tiert auch der Ar­beits­markt." Der An­stieg der Ar­beits­lo­sen­zahl sei auf die be­gin­nen­de Som­mer­pau­se zu­rück­zu­füh­ren.

Wei­se kann sich bei die­ser Ein­schät­zung auf die sai­son­be­rei­nig­ten Zah­len stüt­zen: Die jah­res­zeit­li­chen Fak­to­ren her­aus­ge­rech­net ging die Er­werbs­lo­sig­keit im Ju­li um 7000 auf 2,934 Mil­lio­nen zu­rück. Da in der Som­mer­pau­se tra­di­tio­nell we­ni­ge Neu­ein­stel­lun­gen vor­ge­nom­men wer­den, ist dies ein Hin­weis auf die Schub­kraft der Kon­junk­tur. Da­bei fiel der Rück­gang im Wes­ten mit 1000 deut­lich schwä­cher aus als im Os­ten.

Trotz der wei­ter­hin we­nig dy­na­mi­schen Kon­junk­tur ha­ben Er­werbs­tä­tig­keit und so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung er­neut zu­ge­legt. Die Zahl der Er­werbs­tä­ti­gen stieg nach den jüngs­ten Da­ten vom Ju­ni bin­nen Jah­res­frist um 233 000 auf 41,89 Mil­lio­nen. Die Zahl der Men­schen mit ei­nem re­gu­lä­ren Job leg­te auf 29,29 Mil­lio­nen zu, ein Plus zum Vor­jahr um 366 000 (Mai-Da­ten).

Da­bei wuchs die so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung in fast al­len Bun­des­län­dern und Bran­chen. Be­son­ders bei den wirt­schaft­li­chen Dienst­leis­tun­gen, im Ge­sund­heits- und So­zi­al­we­sen so­wie im ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­be gab es Zu­wäch­se. Rück­gän­ge gab es vor al­lem in der Zeit­ar­beit.

Zu­gleich scheint sich die Nach­fra­ge nach Ar­beits­kräf­ten laut BA lang­sam wie­der auf gu­tem Ni­veau zu sta­bi­li­sie­ren. Im Ju­li wa­ren den Ar­beits­agen­tu­ren 440 000 of­fe­ne Stel­len ge­mel­det. Ge­sucht sind be­son­ders Fach­leu­te aus den Be­rei­chen Me­cha­tro­nik, En­er­gie und Elek­tro, Me­tall-, Ma­schi­nen- und Fahr­zeug­bau so­wie Ver­kauf, Lo­gis­tik und Ge­sund­heit.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 6. Juni 2014

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