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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Stutt­gart: Ver­di macht da­ge­gen mo­bil

Die neue Jeans oder der Pul­li las­sen sich auch be­quem im In­ter­net kau­fen: Die Händ­ler in der Stutt­gar­ter In­nen­stadt wol­len Kun­den da­her mit be­son­de­ren Ak­tio­nen wie ei­nem ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag lo­cken. Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter wol­len das ver­hin­dern
Wer­den die Ge­schäf­te auch sonn­tags öff­nen?

11.08.2016. (dpa) - In Stutt­gart ist ein Streit um den ge­plan­ten ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag in der In­nen­stadt ent­brannt.

Die Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft Ver­di reich­te ge­gen ei­ne Sonn­tags­öff­nung am 2. Ok­to­ber bei der Stadt Wi­der­spruch ein, wie sie am Mitt­woch mit­teil­te.

Sie be­ruft sich da­bei auf vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt be­schrie­be­ne Kri­te­ri­en für ei­ne Sonn­tags­öff­nung, nach de­nen der An­lass mehr Men­schen lo­cken muss als die La­den­öff­nung an sich. Das ist bei der Öff­nung an­läss­lich des "Gol­de­nen Ok­to­bers" aus Sicht der Ar­beit­neh­mer­ver­tre­tung nicht der Fall. "Die Stadt wur­de des­halb auf­ge­for­dert, die Ge­neh­mi­gung zu­rück­zu­zie­hen."

Die Stadt prü­fe den Ein­spruch, sag­te ein Spre­cher. Die­ser rich­tet sich nach Auf­fas­sung der Kom­mu­ne ge­gen al­le 19 noch an­ste­hen­den Sonn­tags­öff­nun­gen im Stadt­ge­biet bis En­de des Jah­res. Dem wi­der­sprach der Ver­di-Spre­cher. Es ge­he vor al­lem um den Ter­min in der In­nen­stadt. Ins­ge­samt wa­ren für 2016 ins­ge­samt 33 ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge in al­len Stutt­gar­ter Stadt­be­zir­ken ge­neh­migt wor­den. Ver­di sei da­mals an­ge­hört wor­den, wie je­des Jahr, sag­te der Spre­cher der Stadt. Die Ge­werk­schaft ha­be das Vor­ha­ben wie je­des Jahr ab­ge­lehnt, aber da­mals kei­ne Rechts­mit­tel ge­gen die Ver­fü­gung ein­ge­legt.

Die Stadt will mit Ver­di nun das Ge­spräch su­chen. Es soll nach ei­nem Kom­pro­miss ge­sucht wer­den. Die Kom­mu­ne be­für­wor­tet den ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­tag wei­ter­hin. Wich­tig sei die Pla­nungs­si­cher­heit. Der nun um­strit­te­ne Ter­min für die Stutt­gar­ter In­nen­stadt wä­re nach An­ga­ben der Ci­ty-Initia­ti­ve (CIS) der ers­te sei­ner Art seit gut zehn Jah­ren in der Stutt­gar­ter In­nen­stadt.

Der­zeit ha­ben Händ­ler dort nur im Rah­men ei­ner lan­gen Ein­kaufs­nacht die Mög­lich­keit, am Wo­chen­en­de zu­sätz­li­che Ge­schäf­te zu ma­chen. Ein­zel­ne Händ­ler ver­buch­ten bei der jüngs­ten Ein­kaufs­nacht nach CIS-An­ga­ben al­lein auf­grund der län­ge­ren Öff­nungs­zei­ten 20 bis 25 Pro­zent mehr Um­satz.

Von dem Vor­ge­hen von Ver­di sei­en die Händ­ler nicht be­geis­tert, sag­te CIS-Ver­tre­te­rin Bet­ti­na Fuchs. Der Han­del ste­he im har­ten Wett­be­werb mit der Kon­kur­renz im In­ter­net. Ein ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag wä­re ei­ne gu­te Ge­le­gen­heit, zu­sätz­li­che Kun­den zu lo­cken.

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Letzte Überarbeitung: 27. Januar 2017

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