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Stra­te­gi­en für Ein­zel­han­del - Ar­beits­grup­pe soll Ar­beit auf­neh­men

Der Han­del steht un­ter Druck: Die Kon­kur­renz durch das In­ter­net setzt den sta­tio­nä­ren Lä­den im­mer mehr zu. Ei­ne Ar­beits­grup­pe soll Stra­te­gi­en für die Zu­kunft des Ein­zel­han­dels im Süd­wes­ten ent­wi­ckeln
Einzelhandel, Verkäufer, Kassierer, Kartenzahlung

27.12.2017. (dpa/eis) - Die ba­den-würt­tem­ber­gi­sche CDU macht bei ei­ner ge­plan­ten Ex­per­ten­grup­pe zum Struk­tur­wan­deln im Han­del Druck.

Der CDU-Wirt­schafts­ex­per­te Claus Paal sag­te der Deut­schen-Pres­se-Agen­tur, dass im Früh­jahr ers­te Ver­hand­lun­gen statt­fin­den müs­sen.

Das so­ge­nann­te „Han­del 2030“ Gre­mi­um soll sich mit The­men wie die Kon­kur­renz durch das In­ter­net, die Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum, das La­denster­ben oder der Fach­kräf­te­man­gel sein.

Die Ar­beits­grup­pe un­ter der Fe­der­füh­rung des Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums soll in den fol­gen­den zwei Jah­ren Emp­feh­lun­gen er­ar­bei­ten, da­mit der Ein­zel­han­del den Struk­tur­wan­del bes­ser be­wäl­ti­gen kann.

Ei­nen ge­nau­en Ter­min für das ers­te Zu­sam­men­kom­men stand noch nicht fest, wie ein Spre­cher von Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Ni­co­le Hoff­meis­ter-Kraut (CDU) mit­teil­te. Im Lan­des­haus­halt ste­hen für das Pro­jekt ins­ge­samt Mit­tel in Hö­he von 400.000 Eu­ro zu Ver­fü­gung. Paal sag­te, die Ar­beits­grup­pe wer­de mit Si­cher­heit auch über das The­ma ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge spre­chen. Al­ler­dings soll die­ses The­ma die Ge­sprä­che nicht über­la­gern.

Die grün-schwar­ze Lan­des­re­gie­rung ver­hielt sich in der Ver­gan­gen­heit sehr zu­rück­hal­tend be­züg­lich For­de­run­gen des Ein­zel­han­dels nach neu­en Re­geln für ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge. Man se­he kei­nen Än­de­rungs­be­darf, ge­ra­de weil bis­lang die Ge­mein­den das Ma­xi­mum mit drei Shop­ping-Sonn­ta­gen pro Jahr nicht aus­schöpf­ten. Das Ge­setz er­laubt, dass Kom­mu­nen bis zu drei Mal im Jahr den Ver­kauf am Sonn­tag er­lau­ben dür­fen. Al­ler­dings muss ein be­stimm­ter An­lass be­ste­hen, wie et­wa ein his­to­ri­sches Stadt­fest.

Der Han­dels­ver­band Ba­den-Würt­tem­berg sprach sich da­für aus, die An­for­de­run­gen an den An­lass­be­zug für die ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­ge weg­zu­neh­men oder deut­lich zu er­leich­tern. Die Ge­werk­schaf Ver­di klag­te in der Ver­gan­gen­heit er­folg­reich ge­gen sie Sonn­tags­öff­nung. Lan­des­chef Mar­tin Gross ist der An­sicht: „Die Kom­mu­nen wer­den nun vor­sich­ti­ger, wenn es um die Ge­neh­mi­gung von of­fen­sicht­lich rechts­wid­ri­gen ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­gen geht.“ Sonn­tags­ver­kauf wer­de au­ßer­dem auch den sta­tio­nä­ren Han­del nicht vor der Kon­kur­renz des On­line­han­dels schüt­zen, der schließ­lich sonn­tags auch nicht lie­fern dür­fe. „Nur gu­te Qua­li­tät der Be­ra­tung, ein Ein­kaufs­er­leb­nis, wie es das In­ter­net nicht bie­ten kann, wer­den den Ein­zel­han­del wie­der stär­ken.“

Gross meint, im Ein­zel­han­del ge­be es ei­ne dras­ti­sche Ver­än­de­rung bei der Be­schäf­ti­gungs­struk­tur. „In­zwi­schen gibt es ei­ne Teil­zeit­quo­te von über 50 Pro­zent. Au­ßer­dem nimmt die Zahl der ge­ring­fü­gig Be­schäf­tig­ten zu. Und nach En­de der Aus­bil­dung wird den jun­gen Leu­ten ver­mehrt nur noch ein Teil­zeit­job an­ge­bo­ten.“ In der Bran­che ar­bei­ten in Ba­den-Würt­tem­berg et­wa 490.000 Men­schen, deutsch­land­weit rund drei Mil­lio­nen.


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Letzte Überarbeitung: 28. März 2018

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