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Un­be­fris­te­ter Streik: An Bank­au­to­ma­ten wird Bar­geld knapp

Streiks bei Bus­sen und Stra­ßen­bah­nen, bei der Bahn und nun auch noch das: In Ber­lin und Bran­den­burg droht ein Bar­geld-Not­stand. Denn auch bei ei­nem Geld­trans­port-Un­ter­neh­men läuft ein un­be­fris­te­ter Aus­stand
Streik sechs Streikende Wel­che Ban­ken sind be­trof­fen?

05.05.2015. (dpa) - We­gen ei­nes Streiks beim Geld­trans­port-Un­ter­neh­men Pro­se­gur wird an Bank­au­to­ma­ten in Ber­lin und Bran­den­burg das Bar­geld knapp.

Seit ver­gan­ge­nem Diens­tag sei­en rund 150 der ins­ge­samt 350 Mit­ar­bei­ter der Pots­da­mer Pro­se­gur-Nie­der­las­sung im Aus­stand, sag­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer An­dré Poll­mann am Mon­tag in Pots­dam.

Die Ge­werk­schaft for­dert in den lau­fen­den Ver­hand­lun­gen um den Haus­ta­rif­ver­trag der Pots­da­mer Nie­der­las­sung Ver­bes­se­run­gen beim Weih­nachts- und Ur­laubs­geld.

Das Un­ter­neh­men be­lie­fert un­ter an­de­rem die Deut­sche Bank, die Com­merz­bank, die Ber­li­ner Bank so­wie in Bran­den­burg auch Spar­kas­sen.

Ei­ne Ver­hand­lungs­run­de am Mon­tag sei oh­ne Er­geb­nis be­en­det wor­den, sag­te Poll­mann. "Die Ar­beit­ge­ber neh­men in Kauf, dass vie­le Bank­kun­den bald oh­ne Geld da­ste­hen." Der Streik wer­de nun un­be­fris­tet fort­ge­setzt. Ei­ne Un­ter­neh­mens-Spre­che­rin er­klär­te, Pro­se­gur ar­bei­te in­ten­siv an Not­fall­plä­nen. "Den­noch kön­nen wir nicht aus­schlie­ßen, dass Geld­au­to­ma­ten in der Re­gi­on Ber­lin - Pots­dam - Frank­furt (Oder) un­be­füllt blei­ben."

Nach An­ga­ben von Poll­mann soll­ten die Lohn­ver­bes­se­run­gen als Zu­la­ge von 1 Eu­ro pro St­un­de ge­zahlt wer­den. Die Ar­beit­ge­ber hät­ten da­ge­gen nur 65 Cent un­ter der Be­din­gung an­ge­bo­ten, dass der Kran­ken­stand im Un­ter­neh­men auf vier Pro­zent sinkt. "Dies ist nicht er­reich­bar und da­her für uns nicht ak­zep­ta­bel", sag­te Poll­mann. Wei­te­re For­de­rung der Ge­werk­schaft ist die Ab­si­che­rung der Be­schäf­tig­ten in ih­rem ge­fähr­li­chen Be­ruf.

Der Vor­sit­zen­de der Bun­des­ver­ei­ni­gung deut­scher Geld- und Wert­diens­te, Mi­cha­el Me­wes, er­klär­te, be­reits seit dem 1. Mai sei­en ei­ni­ge Geld­au­to­ma­ten in Ber­lin und Bran­den­burg leer ge­we­sen. Ver­di sol­le da­her den Streik un­ver­züg­lich be­en­den. An­ge­sichts der in den letz­ten Jah­ren aus­ge­han­del­ten über­durch­schnitt­li­chen Lohn­er­hö­hun­gen in dem Ge­wer­be sei­en die For­de­run­gen "voll­kom­men un­an­ge­mes­sen", mein­te Me­wes.

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Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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