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Streik am Ham­bur­ger Flug­ha­fen - Hälf­te der Ab­flü­ge ge­stri­chen

Lan­ge Schlan­gen in den Ter­mi­nals, ge­nerv­te Rei­sen­de und vie­le ge­stri­che­ne Flü­ge: Wie schon am 18. Ja­nu­ar hat der Streik des Si­cher­heits­per­so­nals den Ham­bur­ger Flug­ha­fen weit­ge­hend lahm­ge­legt. Vie­le Rei­sen­de re­agie­ren mit Un­ver­ständ­nis und Kri­tik - auch an der Bun­des­po­li­zei
Streik sechs Streikende Hälf­te der Ab­flü­ge ge­stri­chen - vie­le Flug­zeu­ge blei­ben heu­te am Bo­den

14.02.2013. (dpa) - Ein er­neu­ter Streik des pri­va­ten Si­cher­heits­per­so­nals hat am Don­ners­tag den Ham­bur­ger Flug­ha­fen weit­ge­hend lahm­ge­legt.

Mehr als die Hälf­te der 179 ge­plan­ten Ab­flü­ge sei­en be­reits ge­stri­chen wor­den, sag­te ei­ne Flug­ha­fen­spre­che­rin am Mor­gen. Nur 3 von 40 Si­cher­heits­schleu­sen fer­tig­ten nach Flug­ha­fen­an­ga­ben Rei­sen­de ab.

Es bil­de­ten sich lan­ge Schlan­gen. Vom Streik be­trof­fen sind 17 200 Flug­gäs­te. Die Be­schäf­tig­ten der Si­cher­heits­kon­trol­le in Fuhls­büt­tel wa­ren am frü­hen Don­ners­tag­mor­gen in den Streik ge­tre­ten.

Sie folg­ten da­mit ei­nem Auf­ruf der Ge­werk­schaft Ver­di, um in den lau­fen­den Ta­rif­ver­hand­lun­gen den Druck auf die Ar­beit­ge­ber­sei­te zu er­hö­hen.

"Es ist sehr voll in den Ter­mi­nals. Die War­te­zeit be­trägt meh­re­re St­un­den", sag­te die Spre­che­rin. Ei­ne Frau in der Schlan­ge ha­be schon we­gen ei­ner Kreis­lauf­schwä­che be­han­delt wer­den müs­sen. Die War­ten­den soll­ten mit Ge­trän­ken und Es­sen so­wie Stüh­len ver­sorgt wer­den. Die Streiks sei­en sehr är­ger­lich und ver­ur­sach­ten dem Flug­ha­fen ho­he fi­nan­zi­el­le Schä­den.

Ver­di for­dert für die rund 600 Be­schäf­tig­ten ei­nen St­un­den­lohn von 14,50 Eu­ro, die Ar­beit­ge­ber ha­ben nach drei Ver­hand­lungs­run­den 12,75 Eu­ro je St­un­de an­ge­bo­ten. Der Streik sei ein Er­folg, bi­lan­zier­te Ver­di-Spre­cher Pe­ter Brem­me. Er er­war­te ein neu­es An­ge­bot der Ar­beit­ge­ber.

In den War­te­schlan­gen, in de­nen über­wie­gend Ur­laubs­rei­sen­de aus­harr­ten, hielt sich das Ver­ständ­nis für den Aus­stand in Gren­zen. Aber auch Kri­tik an der Bun­des­po­li­zei und an den Flug­ge­sell­schaf­ten wur­de laut. "War­um schickt die Bun­des­po­li­zei denn nicht mehr Per­so­nal, wenn der Streik schon an­ge­kün­digt war?" frag­te et­wa Kenth Chris­ti­an­sen aus Barg­te­hei­de (Kreis Stor­marn), der zu sei­ner Ver­lob­ten nach Va­len­cia rei­sen woll­te. Ein an­de­rer Pas­sa­gier er­gänz­te: "Ich fra­ge mich, war­um sich die Flug­ha­fen­ge­sell­schaft nicht recht­zei­tig dar­um ge­küm­mert hat."

Vie­le Rei­sen­de war­te­ten seit 3.00 Uhr früh am Flug­ha­fen in der Hoff­nung, ihr Rei­se­ziel trotz des Streiks zu er­rei­chen. Ei­ni­ge hat­ten sich schon vor der Öff­nung des Air­ports an­ge­stellt. Der Flug­ha­fen emp­fahl den Pas­sa­gie­ren, en­gen Kon­takt mit ih­rer Flug­ge­sell­schaft zu hal­ten. Ei­ne Luft­han­sa-Spre­che­rin er­klär­te, die Pas­sa­gie­re soll­ten die ak­tu­el­len In­for­ma­tio­nen auf der In­ter­net-Sei­te der Luft­han­sa im Au­ge be­hal­ten und wenn mög­lich auf die Bahn um­stei­gen. Der Streik des Ham­bur­ger Si­cher­heits­per­so­nals am 18. Ja­nu­ar, der nicht zu­vor an­ge­kün­digt wor­den war, hat­te chao­ti­sche Zu­stän­de zur Fol­ge ge­habt. Rund 12 000 Pas­sa­gie­re blie­ben am Bo­den. Im ak­tu­el­len Fall hat­te Ver­di den Streik ei­nen Tag zu­vor an­ge­kün­digt und da­mit den Pas­sa­gie­ren die Chan­ce ge­ge­ben, sich recht­zei­tig auf die Be­hin­de­run­gen ein­zu­stel­len.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 27. Juli 2016

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