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ARBEITSRECHT AKTUELL // 13/209

Streik der Schleu­sen­wär­ter lähmt Boots­ver­kehr

Al­le Lich­ter ste­hen auf rot: In Ber­lin und Bran­den­burg ha­ben die Schleu­sen­wär­ter ih­re Ar­beit nie­der­ge­legt. Das sorgt für un­ge­wohn­te Ru­he auf der Spree
Zwei Stiefel mit darauf gesetztem Arbeitshelm Die Streiks an den Schleu­sen ge­hen wei­ter

26.07.2013. (dpa) - Ein Streik der Schleu­sen­wär­ter in Ber­lin und Bran­den­burg hat am Don­ners­tag für un­ge­wohn­te Ru­he auf der Spree ge­sorgt.

Tou­ris­ten­boo­te ver­kürz­ten ih­re Rou­ten und pen­del­ten über­wie­gend auf der Stre­cke zwi­schen den Schleu­sen Char­lot­ten­burg und Müh­len­damm im Ni­ko­lai­vier­tel.

Sport­boo­te wa­ren nicht un­ter­wegs.

Mit der Ar­beits­nie­der­le­gung wol­len rund 500 Be­schäf­tig­te der Was­ser -und Schiff­fahrts­ver­wal­tung den Druck im Ta­rif­streit mit dem Bund er­hö­hen.

Ziel ist es, den Weg­fall von bis zu 4000 von rund 12 000 Ar­beits­plät­zen bun­des­weit in ei­nem ers­ten Ta­rif­ver­trag so­zi­al­ver­träg­lich ab­zu­fe­dern.

Zu der Ak­ti­on auf­ge­ru­fen hat­te die Ge­werk­schaft Ver­di. Be­reichs­lei­ter Klaus We­ber rech­net nach bis­her zwei er­geb­nis­lo­sen Ver­hand­lun­gen mit dem Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um und dem Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um nicht mit ei­ner schnel­len Ei­ni­gung. "Das ist ein zä­hes Rin­gen." Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er (CSU) ha­be we­sent­li­che For­de­run­gen wie Kün­di­gungs­schutz oder Schutz vor Lohn­ein­bu­ßen zwar münd­lich zu­ge­si­chert. "Das reicht uns ge­ra­de vor der Bun­des­tags­wahl aber nicht", sag­te We­ber.

Von dem Streik be­trof­fen sind al­le sechs Schleu­sen in Ber­lin - Müh­len­damm, Plöt­zen­see, Char­lot­ten­burg, Span­dau, Un­ter­schleu­se und Ober­schleu­se, die Ver­bin­dung zum Land­wehr­ka­nal. In Bran­den­burg sind zehn Schleu­sen dicht, dar­un­ter Klein­mach­now, Wol­ters­dorf, Werns­dorf, Fürs­ten­wal­de, Ei­sen­hüt­ten­stadt und Stor­kow.

Trotz Sper­rung war das Ver­kehrs­auf­kom­men vor der Schleu­se Müh­len­damm am Don­ners­tag­vor­mit­tag ge­ring. In re­gel­mä­ßi­gen Ab­stän­den wen­de­ten Tou­ris­ten­boo­te und fuh­ren zu­rück in Rich­tung Re­gie­rungs­vier­tel.

Nach An­ga­ben des Was­ser- und Schiff­fahrts­amts pas­sie­ren in der Re­gel täg­lich bis zu 180 Fahr­gast­schif­fe die Schleu­se, in der Fe­ri­en­zeit kom­men et­wa 100 Sport­boo­te hin­zu.

Im bran­den­bur­gi­schen Klein­mach­now (Pots­dam-Mit­tel­mark) sorg­te der Streik für un­ge­wohn­te Ru­he. Am Don­ners­tag nä­her­te sich na­he­zu kein Boot oder Schiff der Schleu­se am Tel­tow-Ka­nal.

Nor­ma­ler­wei­se fah­ren et­wa zehn Bin­nen­schif­fe und ein Fahr­gast­schiff die An­la­ge an. Vor al­lem wer­de die Schleu­se aber von Sport­boo­ten ge­nutzt. 25 bis 40 sei­en es täg­lich, ak­tu­ell in der Fe­ri­en­zeit so­wie an Wo­chen­en­den kä­men bis zu 100 Boo­te.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 17. Dezember 2013

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