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16/327a Streiks bei Eu­ro­wings ab kom­men­den Mon­tag mög­lich

Flug­gäs­te der Eu­ro­wings müs­sen sich ab Mon­tag auf Aus­fäl­le ein­stel­len: Die Ge­werk­schaft des Ka­bi­nen­per­so­nals Ufo hat zu Streiks auf­ge­ru­fen. Die Aus­wir­kun­gen sind noch nicht ab­seh­bar
Kabinenpersonal im Flugzeug, Flugbegleiter, Stewardess Wann wird ge­streikt wer­den?

21.10.2016. (dpa) - Neu­er Ar­beits­kampf im Luft­han­sa-Kon­zern: Die Flug­be­glei­ter­ge­werk­schaft Ufo hat ab kom­men­den Mon­tag Ar­beits­nie­der­le­gun­gen bei Eu­ro­wings an­ge­kün­digt.

Zwei Wo­chen lang könn­ten dann je­der­zeit Streiks statt­fin­den, die Öf­fent­lich­keit wer­de über die ein­zel­nen Maß­nah­men recht­zei­tig in­for­miert, sag­te Ufo-Ta­rif­vor­stand Ni­coley Baublies am Don­ners­tag in ei­ner Vi­deo-Bot­schaft.

Die Ver­hand­lun­gen mit dem Ma­nage­ment er­klär­te er zu­gleich für ge­schei­tert.

"Ge­sprä­che wer­den nicht mehr auf­ge­nom­men, der Pro­zess ist be­en­det."

Ein­zel­hei­ten zu den an­ste­hen­den Streik­maß­nah­men nann­te Baublies nicht. Doch der Ar­beits­kampf könn­te wei­ter es­ka­lie­ren, wenn sich nach zwei Wo­chen bei den Ta­rif­part­nern kei­ne An­zei­chen für ein Ein­len­ken er­ge­ben. So wer­de Ufo ge­ge­be­nen­falls dann auch zu ei­nem un­be­fris­te­ten Streik auf­ru­fen, hieß es wei­ter. Für die Weih­nachts­zeit schloss Baublies al­ler­dings schon jetzt die Fort­set­zung des Ar­beits­kamp­fes aus.

Bei der Eu­ro­wings stieß die An­kün­di­gung auf Un­ver­ständ­nis. Al­le Be­tei­lig­ten wüss­ten, dass ei­ne Lö­sung nur am Ver­hand­lungs­tisch er­zielt wer­den kön­ne, sag­te ein Spre­cher auf An­fra­ge. Das Un­ter­neh­men ste­he je­der­zeit für Ge­sprä­che be­reit. Die Flug­ge­sell­schaft zeig­te sich zu­dem zu­ver­sicht­lich, trotz der an­ste­hen­den Streiks die meis­ten ih­rer Flü­ge be­wäl­ti­gen zu kön­nen.

Die Ge­schäfts­füh­rung von Eu­ro­wings hat­te am Mitt­woch­abend Ufo zu­fol­ge ei­nen ei­ge­nen Vor­schlag für ei­ne Sch­lich­tung vom Tisch ge­nom­men. Das ha­be den Ta­rif­kon­flikt es­ka­lie­ren las­sen.

Hin­ter­grund des Kon­flikts ist ein neu­er Ver­gü­tungs­ta­rif­ver­trag für die rund 400 in Deutsch­land ar­bei­ten­den Flug­be­glei­ter von Eu­ro­wings. Da­bei geht es um die in Düs­sel­dorf sit­zen­de Ge­sell­schaft, die 23 von bis­lang 90 Mit­tel­stre­cken­jets be­treibt. Die üb­ri­gen Ma­schi­nen und Be­sat­zun­gen stam­men von an­de­ren Ge­sell­schaf­ten mit Ger­manwings an der Spit­ze. Dort gel­ten an­de­re Ta­rif­ver­trä­ge.

Seit 2008 hat aus­schließ­lich Ufo bei der Luft­han­sa-Toch­ter neue Ta­rif­ver­trä­ge für die Flug­be­glei­ter ab­ge­schlos­sen. Doch in­zwi­schen mischt Ver­di stär­ker mit. Im Sep­tem­ber hat­te die DGB-Ge­werk­schaft ei­nen Warn­streik des Ka­bi­nen­per­so­nals bei Eu­ro­wings Deutsch­land or­ga­ni­siert, in des­sen Fol­ge acht Flü­ge aus­fie­len. Nach wei­te­ren An­ga­ben des Eu­ro­wings-Spre­cher will das Un­ter­neh­men in der kom­men­den Wo­che die Ta­rif­ge­sprä­che mit Ver­di fort­set­zen.

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Letzte Überarbeitung: 27. Januar 2017

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