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Streit um Kün­di­gungs­schutz: Fast al­le Post­bank-Fi­lia­len dicht

Mit­ar­bei­ter der Post­bank fürch­ten an­ge­sichts von Ver­kaufs­ge­rüch­ten um ih­re Jobs: Im Kampf für ei­ne Stel­len­ga­ran­tie und mehr Geld leg­ten sie am Diens­tag fast al­le Fi­lia­len lahm. Wei­te­re Ak­tio­nen sol­len fol­gen
Postschalter Wird die Deut­sche Bank Post­bank ver­kau­fen?

25.02.2015. (dpa) - Im Streit um ei­nen ta­rif­li­chen Kün­di­gungs­schutz und mehr Geld ha­ben die rund 9500 Mit­ar­bei­ter der Post­bank am Diens­tag fast al­le Fi­lia­len der Bank lahm­ge­legt.

Die "über­wie­gen­de Zahl" der 1100 deut­schen Fi­lia­len sei be­trof­fen, be­stä­tig­te ei­ne Bank­spre­che­rin.

Die Be­triebs­rä­te hät­ten zu Be­triebs­ver­samm­lun­gen - viel­fach von 10.00 bis 16.00 Uhr - auf­ge­ru­fen.

Am 4. März ge­hen die Ta­rif­ver­hand­lun­gen bei der Post­bank in Ham­burg in die drit­te Run­de.

Bis­her hat­ten die Ar­beit­ge­ber je­weils 1,6 Pro­zent zum 1. März 2015 und 2016 an­ge­bo­ten. Dies sei "völ­lig un­zu­rei­chend", er­klär­te Ver­di. Ei­ne Post­bank-Spre­che­rin nann­te das An­ge­bot da­ge­gen "fair und an­ge­mes­sen".

Die Mit­ar­bei­ter sorg­ten sich um ih­re Stel­len - auch vor dem Hin­ter­grund stän­di­ger Ver­kaufs­ge­rüch­te, die von der Deut­schen Bank als Ei­gen­tü­me­rin nicht de­men­tiert wür­den, sag­te ei­ne Ver­di-Spre­che­rin. Oh­ne ei­ne Fort­füh­rung des ta­rif­li­chen Kün­di­gungs­schut­zes wer­de es kei­nen Ta­rif­ab­schluss mit Ver­di ge­ben, be­ton­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Chris­toph Meis­ter. "Die Be­schäf­tig­ten sind sehr ent­täuscht und ver­är­gert", sag­te er.

Die Deut­sche Bank woll­te zu den Ta­rif­for­de­run­gen kei­ne Stel­lung neh­men. Zu den seit Wo­chen an­hal­ten­den Ge­rüch­ten um ei­nen Ver­kauf der Toch­ter Post­bank ver­wies die Bank wie­der­holt dar­auf, dass sie im zwei­ten Quar­tal ih­re künf­ti­gen Stra­te­gie vor­le­gen wer­de. Bei der Bi­lanz­vor­la­ge En­de Ja­nu­ar (29.1.) hat­te der Deut­sche-Bank-Vor­stand be­tont, die Post­bank-In­te­gra­ti­on lau­fe wei­ter und es ge­be da­zu bis­lang kei­ne an­de­re Ent­schei­dung.

Wäh­rend der Ak­tio­nen muss­ten die Post­bank-Kun­den nicht auf Bar­geld ver­zich­ten: Die Bank­au­to­ma­ten sei­en wei­ter ge­lau­fen, be­ton­te die Post­bank-Spre­che­rin. Auch über den so­ge­nann­ten Cash Pool mit an­de­ren Ban­ken sei­en die Kun­den an Bar­geld ge­kom­men. Ein­fa­che Bank­ge­schäf­te konn­ten sie au­ßer­dem in den Post­agen­tu­ren er­le­di­gen.

Kund­ge­bun­gen gab es laut der Ge­werk­schaft Ver­di un­ter an­de­rem in Ber­lin, Düs­sel­dorf, Karls­ru­he, Stutt­gart, Fürth und im hes­si­schen Als­feld. Auch für die Zu­kunft sei­en wei­te­re Ak­tio­nen bis hin zu Warn­streiks nicht aus­ge­schlos­sen, sag­te ei­ne Ver­di-Spre­che­rin.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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