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Stu­die: Nach Ab­zug der Mie­te rut­schen vie­le Fa­mi­li­en un­ter Hartz-IV

Ho­he Mie­ten kön­nen ein Ar­muts­fak­tor sein: Wer am fal­schen Ort wohnt, rutscht rech­ne­risch un­ter die Grund­ver­sor­gung des Hartz-IV-Re­gel­sat­zes, so ei­ne Stu­die
Schreiben der Bundesagentur für Arbeit mit darauf liegenden Geldscheinen Vie­le Fa­mi­li­en le­ben un­ter dem Hartz-IV-Re­gel­satz

23.07.2013. (dpa) - In vie­len nord­rhein-west­fä­li­schen Städ­ten dro­hen Fa­mi­li­en we­gen ho­her Miet­kos­ten laut ei­ner Stu­die un­ter das Hartz-IV-Ni­veau zu rut­schen.

Nach Ab­zug der Mie­te ha­ben sie in 16 der 38 größ­ten Städ­ten im Land im Schnitt we­ni­ger Geld zur Ver­fü­gung als den Hartz-IV-Re­gel­satz von 1169 Eu­ro im Mo­nat.

Dies geht aus ei­ner am Mon­tag von der Ber­tels­mann-Stif­tung ver­öf­fent­lich­ten Un­ter­su­chung her­vor.

Da­mit steht NRW mit 42 Pro­zent be­trof­fe­ner Kom­mu­nen et­was bes­ser da als der Bun­des­schnitt. In 60 der 100 größ­ten Städ­te in Deutsch­land rut­schen vier­köp­fi­ge Fa­mi­li­en laut Stu­die nach Ab­zug der Mie­te un­ter den Hartz-IV-Re­gel­satz.

Be­rech­net wur­de dies für ei­ne vier­köp­fi­ge Fa­mi­lie mit we­ni­ger als 60 Pro­zent des re­gio­na­len Durch­schnitts­ein­kom­mens, die ein Kind bis 7 Jah­re so­wie ein Kind zwi­schen 7 und 14 Jah­ren hat.

In NRW ist Aa­chen das Schluss­licht. Hier blei­ben den be­trof­fe­nen Fa­mi­li­en laut Stu­die nach Ab­zug der Mie­te rech­ne­risch nur 929 Eu­ro im Mo­nat üb­rig. Ihr ver­füg­ba­res Ein­kom­men lie­ge 21 Pro­zent un­ter dem Ni­veau der Grund­si­che­rung.

In Ber­gisch Glad­bach kom­men die Bei­spiels­fa­mi­li­en da­ge­gen auf 1691 Eu­ro und lie­gen da­mit 45 Pro­zent über dem Grund­si­che­rungs­ni­veau. Bun­des­weit sind Je­na (666 Eu­ro/43 Pro­zent un­ter der Grund­si­che­rung) und Heil­bronn (1941 Eu­ro/66 Pro­zent über der Grund­si­che­rung) die Ex­trem-Bei­spie­le.

Der An­teil der Wohn­kos­ten am Ein­kom­men schwankt der Be­rech­nung zu­fol­ge er­heb­lich. In Aa­chen, Bonn, Düs­sel­dorf und Müns­ter gä­ben sol­che ein­kom­mens­schwa­chen Fa­mi­li­en im Schnitt mehr als je­den drit­ten Eu­ro für die Mie­te aus, er­läu­ter­te die Stif­tung.

In Iser­lohn, Gü­ters­loh, Dü­ren, Min­den oder Lü­nen fließt da­ge­gen we­gen des freund­li­che­ren Woh­nungs­mark­tes nur rund je­der fünf­te Eu­ro in die Miet­zah­lun­gen.

Grund­la­ge der Mo­dell­rech­nun­gen wa­ren den An­ga­ben zu­fol­ge Da­ten des amt­li­chen Mi­kro­zen­sus 2011 so­wie Wohn­kos­ten aus ei­ner Da­ten­bank für Prei­se von Im­mo­bi­li­en­an­ge­bo­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 17. Juni 2015

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