HENSCHE RECHTSANWÄLTE, FACHANWALTSKANZLEI FÜR ARBEITSRECHT

ARBEITSRECHT AKTUELL // 14/296

Stu­die: Ein­kom­mens­kluft zwi­schen Frau­en und Män­nern groß

Vie­le Frau­en ver­die­nen im­mer noch we­ni­ger als Män­ner in ver­gleich­ba­ren Po­si­tio­nen: Vie­le Stu­di­en ha­ben das auf­ge­zeigt. Ei­ne neue Ana­ly­se er­gibt, dass die Un­ter­schie­de in den meis­ten Ein­kunfts­ar­ten ekla­tant sind
Symbol Herren-WC Damen-WC War­um ver­die­nen Män­ner und Frau­en im­mer noch so un­ter­schied­lich?

28.08.2014. (dpa) - Ob Ge­halt, Ren­te oder Ar­beits­lo­sen­geld: Über al­le Ein­kom­mens­ar­ten hin­weg schnei­den Frau­en ei­ner Stu­die zu­fol­ge schlech­ter ab als Män­ner.

Zu die­sem Er­geb­nis kommt die am Mitt­woch vor­ge­stell­te Ana­ly­se des Deut­schen In­sti­tuts für Wirt­schafts­for­schung (DIW).

Zwar be­zieht sie sich auf Zah­len von 2007.

Dem­nach ver­dien­ten Frau­en durch­schnitt­lich - über al­le Ein­kom­mens­ar­ten hin­weg - nur 49 Pro­zent des Pro-Kopf-Brut­to­ein­kom­mens von Män­nern.

Grund­la­ge da­für ist laut DIW die Lohn- und Ein­kom­men­steu­er­sta­tis­tik, zu der aber kei­ne neue­ren Da­ten vor­lä­gen.

Über die Un­ter­su­chung hat­te zu­erst die Ta­ges­zei­tung "Die Welt" (Mitt­woch) be­rich­tet.

Zwar gin­gen mitt­ler­wei­le mehr Frau­en ei­ner Tä­tig­keit nach, zu­gleich ar­bei­te­ten aber mehr in Teil­zeit. "Am Ein­kom­mens­un­ter­schied zwi­schen Frau­en und Män­nern dürf­te sich da­her nur we­nig ge­än­dert ha­ben", zi­tiert die "Welt" DIW-For­scher Ste­fan Bach. Frau­en er­grif­fen häu­fi­ger als Män­ner Be­ru­fe, die schlech­ter be­zahlt wür­den. Und ob­wohl sie we­ni­ger ver­dien­ten, müss­ten Frau­en auch noch ver­hält­nis­mä­ßig viel Steu­ern be­zah­len.

In den un­te­ren Ein­kom­mens­grup­pen mit bis zu 25 000 Eu­ro Brut­to­jah­res­ein­kom­men stell­ten die Frau­en die größ­te Grup­pe. In den hö­he­ren Ein­kom­mens­klas­sen wen­det sich das Bild zu ih­ren Un­guns­ten. So er­ziel­ten dop­pelt so vie­le Män­ner wie Frau­en ein Brut­to­ein­kom­men von 40 000 Eu­ro im Jahr. Vor al­lem un­ter den Spit­zen­ver­die­nern sei­en nur ver­hält­nis­mä­ßig we­nig Frau­en. In der Grup­pe der Brut­to­ein­kom­men von mehr als 75 000 Eu­ro sei­en 80 Pro­zent Män­ner, aber nur 20 Pro­zent Frau­en.

Wird nur auf das Ar­beits­ein­kom­men ab­ge­stellt, so er­gibt sich ein ähn­li­ches Bild - bei den ho­hen Ar­beits­ein­kom­men fin­den sich nur we­ni­ge Frau­en. Ins­ge­samt er­zie­len Freu­en den Da­ten der aus­ge­wer­te­ten Steu­er­sta­tis­tik zu­fol­ge et­wa 61 Pro­zent des Pro-Kopf-Ar­beits­ein­kom­mens der Män­ner. Ei­nen ähn­lich ho­hen Ab­stand ge­be es bei den Ren­ten, Pen­sio­nen und Lohn­er­satz­leis­tun­gen.

Ge­winn­ein­kom­men er­zie­len nur gut halb so vie­le Frau­en wie Män­ner. Da­bei geht es um Ein­künf­te aus Land- und Forst­wirt­schaft, Ge­wer­be­be­trieb und selbst­stän­di­ger Ar­beit. Nur beim Ein­kom­men aus Ka­pi­tal­ver­mö­gen sei der Ab­stand ge­rin­ger. Bei Ein­künf­ten aus der Ver­mie­tung hät­ten die Frau­en so­gar ein leicht hö­he­res durch­schnitt­li­ches Pro-Kopf-Ein­kom­men, heißt es in der DIW-Ana­ly­se.

Dass die Ein­kom­mens­un­ter­schie­de zwi­schen Frau­en und Män­nern groß sind, ha­ben vie­le Ver­gleichs­ana­ly­sen be­legt. Das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt hat­te bei­spiels­wei­se im Früh­jahr mit­ge­teilt, dass un­ge­ach­tet al­ler Gleich­stel­lungs­be­stre­bun­gen die Lohn­lü­cke zwi­schen Frau­en und Män­nern auf Ba­sis der St­un­den­löh­ne 2013 un­ver­än­dert bei 22 Pro­zent ge­le­gen ha­be.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

Bewertung:

Auf Facebook teilen Auf Google+ teilen Ihren XING-Kontakten zeigen Beitrag twittern

 

Sie möchten regelmäßig ausführliche, praxisnahe und verständliche Artikel zum Arbeitsrecht, Informationen zu Gesetzesänderungen und zu aktuellen Gerichtsurteilen erhalten? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter!
NEWSLETTER
Anrede Vorname
Email Nachname
  Abmelden

HINWEIS: Sämtliche Texte dieser Internetpräsenz mit Ausnahme der Gesetzestexte und Gerichtsentscheidungen sind urheberrechtlich geschützt. Urheber im Sinne des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (UrhG) ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Dr. Martin Hensche, Lützowstraße 32, 10785 Berlin.

Wörtliche oder sinngemäße Zitate sind nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Urhebers bzw. bei ausdrücklichem Hinweis auf die fremde Urheberschaft (Quellenangabe iSv. § 63 UrhG) rechtlich zulässig. Verstöße hiergegen werden gerichtlich verfolgt.

© 1997 - 2016:
Rechtsanwalt Dr. Martin Hensche, Berlin
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Lützowstraße 32, 10785 Berlin
Telefon: 030 - 26 39 62 0
Telefax: 030 - 26 39 62 499
E-mail: hensche@hensche.de