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Stu­die: Frau­en ar­bei­ten wei­ter in Frau­en­be­ru­fen

Frau­en als Au­to­me­cha­ni­ker und Män­ner als Er­zie­her sind laut ei­ner Stu­die noch im­mer eher sel­ten: Bil­dung hilft Frau­en je­doch, ty­pi­sche Män­ner­do­mä­nen ein­zu­neh­men
Zwei Krankenschwestern Wie kön­nen Frau­en in Män­ner­be­ru­fe ge­bracht wer­den?

07.05.2014. (dpa) - Frau­en ar­bei­ten nach ei­ner Stu­die wei­ter vor­wie­gend in ty­pi­schen Frau­en­be­ru­fen und Män­ner in Män­ner­be­ru­fen.

Die Be­mü­hun­gen, Frau­en für tech­ni­sche Be­ru­fe zu be­geis­tern und Män­ner für er­zie­he­ri­sche und Pfle­ge­be­ru­fe zu ge­win­nen, sei­en bis­lang nur we­nig von Er­folg ge­krönt ge­we­sen, teil­te das In­sti­tut für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) am Diens­tag in Nürn­berg mit.

"Bis­her ha­ben sich die Be­rufs­wahl- und Re­kru­tie­rungs­pro­zes­se von Frau­en und Män­nern (...) als sehr be­harr­lich ge­gen­über struk­tu­rel­len Ver­än­de­run­gen im Ar­beits­markt er­wie­sen."

Rund 60 Pro­zent al­ler in West­deutsch­land be­schäf­tig­ten Frau­en ar­bei­ten dem­nach in "Frau­en­be­ru­fen", Män­ner so­gar zu zwei Drit­teln in "Män­ner­be­ru­fen".

Wäh­rend der An­teil der Frau­en in ty­pi­schen Frau­en­be­ru­fen seit Mit­te der 1970er Jah­re nur um rund vier Pro­zent­punk­te ge­sun­ken sei, sei der An­teil der Män­ner in Män­ner­be­ru­fen im­mer­hin um rund acht Pro­zent­punk­te zu­rück­ge­gan­gen. Män­ner- und Frau­en­be­ru­fe sind laut De­fi­ni­ti­on der IAB-Ar­beits­markt­for­sche­rin­nen Be­ru­fe mit ei­nem Män­ner- oder Frau­en­an­teil von min­des­tens 70 Pro­zent. Der Be­ruf der Arzt­hel­fe­rin oder Er­zie­he­rin wird in mehr als 90 Pro­zent von Frau­en aus­ge­übt. Tech­ni­sche und ver­ar­bei­ten­de Tä­tig­kei­ten wie Mau­rer, Au­to­me­cha­ni­ker und Tisch­ler sei­en da­ge­gen ty­pi­sche Män­ner­be­ru­fe. Kauf­män­ni­sche und gas­tro­no­mi­sche Be­ru­fe zäh­len zu den Tä­tig­kei­ten mit et­wa gleich vie­len Frau­en wie Män­nern.

Der Frau­en­an­teil an al­len so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten stieg von 38 Pro­zent im Jahr 1976 auf 45 Pro­zent im Jahr 2010. Da­bei konn­ten Frau­en ih­re in­zwi­schen bes­se­re Bil­dung nut­zen. Je hö­her das Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau der Jobs, des­to stär­ker wuchs der Frau­en­an­teil: in mit­tel­qua­li­fi­zier­ten Be­ru­fen um 7 Pro­zent­punk­te, in hö­her qua­li­fi­zier­ten Be­ru­fen wie Zahn­tech­ni­ker oder Dol­met­scher um 9 und in aka­de­mi­schen Be­ru­fen um 16 Pro­zent­punk­te. Bei den nied­rig qua­li­fi­zier­ten Be­ru­fen nahm der An­teil der Frau­en da­ge­gen um knapp 5 Pro­zent­punk­te ab.

"Frau­en konn­ten ih­re Be­schäf­tig­ten­an­tei­le in vie­len Be­ru­fen mit ho­hen Qua­li­fi­ka­ti­ons­an­for­de­run­gen stei­gern, was zu­min­dest län­ger­fris­tig auch zu ei­ner grö­ße­ren Be­tei­li­gung von Frau­en an gut do­tier­ten Füh­rungs- und Ma­nage­ment­po­si­tio­nen füh­ren könn­te", schrei­ben die For­sche­rin­nen. Au­ßer­dem stie­gen die Frau­en­an­tei­le in wach­sen­den Sek­to­ren des Ar­beits­mark­tes wie et­wa in Dienst­leis­tungs­be­ru­fen über­pro­por­tio­nal.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. April 2015

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