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Stu­die: Nur we­ni­ge Hartz-IV-Auf­sto­cker pro­fi­tie­ren vom Min­dest­lohn

Vom Lohn sei­ner Ar­beit le­ben kön­nen und nicht auf Hartz IV an­ge­wie­sen sein müs­sen - das soll der Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro al­len Be­schäf­tig­ten künf­tig ga­ran­tie­ren: Hartz-IV-Auf­sto­cker dürf­ten da­von al­ler­dings kaum pro­fi­tie­ren
Mann in Geldbörse War­um pro­fi­tie­ren Hartz-IV-Auf­sto­cker nicht vom Min­dest­lohn?

17.04.2014. (dpa) - Vom ge­plan­ten Min­dest­lohn von 8,50 Eu­ro wer­den nach Er­kennt­nis­sen von Ar­beits­markt­for­schern nur we­ni­ge Hartz-IV- Auf­sto­cker pro­fi­tie­ren.

Von den der­zeit 1,3 Mil­lio­nen Auf­sto­ckern fal­len vor­aus­sicht­lich nur rund 60 000 aus der Job­cen­ter-För­de­rung, geht aus ei­ner am Mitt­woch ver­öf­fent­lich­ten Stu­die des In­sti­tuts für Ar­beits­markt- und Be­rufs­for­schung (IAB) her­vor.

Denn die meis­ten Auf­sto­cker hät­ten nur ei­nen Teil­zeit­job von we­ni­ger als 22 St­un­den in der Wo­che; ent­spre­chend ge­ring sei trotz Min­dest­lohns ihr Mo­nats­ein­ein­kom­men.

"Die meis­ten wer­den da­her auch nach der Ein­füh­rung des Min­dest­lohns wei­ter Hartz IV be­nö­ti­gen", sind die Ar­beits­markt­for­scher über­zeugt. Hin­zu­kom­me, dass der über­wie­gen­de Teil des Lohn­zu­wach­ses auf die Hartz-IV-Be­zü­ge an­ge­rech­net wer­de. "Das ver­füg­ba­re Net­to­ein­kom­men der Auf­sto­cker steigt im Durch­schnitt nur um zehn bis zwölf Eu­ro."

Auf­sto­cken­de Hartz-IV-Leis­tun­gen wer­den ge­zahlt, wenn das Ar­beits­ein­kom­men ei­nes Be­schäf­tig­ten nicht zum Le­ben aus­reicht.

Ge­win­ner des Min­dest­lohns sind nach IAB-Be­rech­nun­gen der Bund und die So­zi­al­ver­si­che­run­gen. Soll­te die Zahl der Hartz-IV-Be­zie­her we­gen Job­ver­lus­ten nicht stei­gen, wür­de der Min­dest­lohn die jähr­li­chen Hartz-IV-Aus­ga­ben um 700 bis 900 Mil­lio­nen Eu­ro ver­rin­gern. Da dann aber die Aus­ga­ben für Wohn­geld und Kin­der­zu­schlä­ge stei­gen dürf­ten, blei­be es bei Ein­spa­run­gen von le­dig­lich 500 bis 650 Mil­lio­nen Eu­ro. Zu­sam­men mit Mehr­ein­nah­men bei So­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­gen und der Ein­kom­mens­steu­er er­gä­be sich ei­ne Ent­las­tung für die öf­fent­li­chen Haus­hal­te zwi­schen 2,2 und 3,0 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 18. November 2015

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