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Stu­die: Mi­gran­ten grün­den häu­fi­ger Fir­men

Sind Zu­wan­de­rer Ri­si­ko oder Chan­ce für den deut­schen Ar­beits­markt? Geht es um Un­ter­neh­mens­grün­dun­gen, lie­gen Mi­gran­ten ei­ner Stu­die zu­fol­ge je­den­falls vorn
Ein Schuh für Büro und Business und ein Arbeitsstiefel Wie viel Mi­gran­ten ma­chen sich selb­stän­dig?

01.02.2016. (dpa) - Zu­wan­de­rer wa­gen häu­fi­ger den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit und be­schäf­tig­ten zu­dem mehr Mit­ar­bei­ter als Durch­schnitts­grün­der in Deutsch­land.

Das geht aus ei­ner Un­ter­su­chung der KfW her­vor.

Da­nach hat rund je­der fünf­te Grün­der aus­län­di­sche Wur­zeln oder ei­ne aus­län­di­sche Staats­bür­ger­schaft.

Die jähr­li­che Grün­der­quo­te von Mi­gran­ten lag in den ver­gan­ge­nen Jah­ren im Schnitt bei 1,86 Pro­zent und da­mit et­wa ein Zehn­tel hö­her als die all­ge­mei­ne Quo­te (1,68 Pro­zent).

Ein Grund: Mi­gran­ten ha­ben oft kei­ne at­trak­ti­ve Jo­bal­ter­na­ti­ve und sind vor der Grün­dung häu­fi­ger ar­beits­los.

Ein wei­te­res Er­geb­nis der Son­der­aus­wer­tung des KfW-Grün­dungs­mo­ni­tors: Mi­gran­ten schaf­fen häu­fi­ger und mehr Ar­beits­plät­ze. "Mit ih­rer grö­ße­ren Grün­dungs­nei­gung und hö­he­rem Be­schäf­ti­gungs­ef­fekt leis­ten sie so­mit ei­nen wich­ti­gen Bei­trag zum Grün­dungs­ge­sche­hen in Deutsch­land", sag­te KfW-Chef­volks­wirt Jörg Zeu­ner.

Im Mit­tel der Jah­re 2013/2014 be­schäf­tig­te der KfW zu­fol­ge je­der vier­te Mi­grant mit ei­ner Neu­grün­dung min­des­tens ei­nen Mit­ar­bei­ter. Ins­ge­samt stell­ten hin­ge­gen nur 18 Pro­zent al­ler Fir­men­grün­der im ers­ten Jahr Mit­ar­bei­ter ein. Auch die Zahl der Be­schäf­tig­ten lag im Schnitt mit um­ge­rech­net zwei Voll­zeit­stel­len et­was hö­her.

Von 915.000 Exis­tenz­grün­dern wa­ren 2014 rund 179.000 Mi­gran­ten. Die meis­ten Neu-Un­ter­neh­mer star­ten im Dienst­leis­tungs­be­reich (rund 70 Pro­zent). Mi­gran­ten set­zen da­bei häu­fi­ger auf den Han­del.

Sie bre­chen der KfW zu­fol­ge ih­re Kar­rie­re als Un­ter­neh­mer al­ler­dings auch häu­fi­ger und schnel­ler ab: Drei Jah­re nach dem Start be­ste­hen 70 Pro­zent al­ler Exis­tenz­grün­dun­gen noch, bei Mi­gran­ten sind es 60 Pro­zent. Als Grün­de nennt die Stu­die der staat­li­chen För­der­bank un­ter an­de­rem: Das ge­rin­ge­re Al­ter der Grün­der, ihr häu­fi­ge­rer Start aus der Ar­beits­lo­sig­keit so­wie die stär­ke­re An­sied­lung im Han­del.

"Für das Ab­bruch­ri­si­ko ist nicht die Staats­an­ge­hö­rig­keit der ent­schei­den­de Fak­tor, son­dern die Er­fah­rung und das Wis­sen der Grün­der so­wie wel­che Pro­jek­te sie ver­wirk­licht ha­ben", er­klär­te Zeu­ner. Zu­dem be­en­de­ten Mi­gran­ten ih­re Selbst­stän­dig­keit eher wie­der, wenn sich at­trak­ti­ve Job­mög­lich­kei­ten bö­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 10. Oktober 2016

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