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Stu­die: Mie­se Stim­mung im Un­ter­neh­men ge­fähr­det die Ge­sund­heit

Leis­tung oh­ne Lob, Druck statt Mo­ti­va­ti­on - schlech­te Be­hand­lung durch den Chef ist nicht nur un­an­ge­nehm. Ei­ne neue Stu­die zeigt: Es dro­hen auch erns­te ge­sund­heit­li­che Ri­si­ken
Was für Be­schwer­den tre­ten auf?

13.09.2016. (dpa) - Mit schlech­ter Un­ter­neh­mens­kul­tur ge­fähr­den Ar­beit­ge­ber laut der AOK die Ge­sund­heit der Be­schäf­tig­ten.

Mit­ar­bei­ter, die in ih­rem Be­trieb ei­ne schlech­te Stim­mung er­le­ben, sind deut­lich un­zu­frie­de­ner mit ih­rer ei­ge­nen Ge­sund­heit und lei­den häu­fi­ger un­ter kör­per­li­chen und psy­chi­schen Be­schwer­den, wie aus ei­ner Stu­die des Wis­sen­schaft­li­chen In­sti­tuts der AOK (WIdO) her­vor­geht, die am Mon­tag in Ber­lin vor­ge­stellt wur­de.

Als wich­tig für ei­ne gu­te Un­ter­neh­mens­kul­tur se­hen die Be­schäf­tig­ten dem­nach un­ter an­de­rem die Un­ter­stüt­zung durch die Chefs und ei­nen gu­ten Füh­rungs­stil an. Ins­ge­samt er­le­ben nur 55 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter, dass der Ar­beit­ge­ber hin­ter ih­nen steht. Le­dig­lich die Hälf­te der Be­schäf­tig­ten wird der Um­fra­ge zu­fol­ge für gu­te Ar­beit ge­lobt. Von ei­ge­nem Ein­fluss auf wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen be­rich­ten zwei von fünf Mit­ar­bei­tern.

Je­der Vier­te, der sei­ne Un­ter­neh­mens­kul­tur als schlecht be­wer­tet, ist auch mit der ei­ge­nen Ge­sund­heit un­zu­frie­den. Bei den Be­frag­ten, die ihr Un­ter­neh­men po­si­tiv se­hen, ist es nur et­wa je­der Zehn­te. Ei­ne vom Be­schäf­tig­ten als schlecht er­leb­te Un­ter­neh­mens­kul­tur kön­ne als ge­sund­heit­li­ches Ri­si­ko iden­ti­fi­ziert wer­den, sag­te der Vi­ze-Ge­schäfts­füh­rer des WIdO, Hel­mut Schrö­der.

Ist die Stim­mung im Un­ter­neh­men mies, be­rich­ten 67 Pro­zent der Be­frag­ten über kör­per­li­che Be­schwer­den. Bei po­si­tiv er­leb­ter Un­ter­neh­mens­kul­tur sind es 32 Pro­zent. Über psy­chi­sche Be­schwer­den kla­gen 65 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter in Fir­men mit schlecht er­leb­ter Kul­tur - bei den Fir­men mit gu­ter Stim­mung sind es nur 36 Pro­zent.

Bei ei­ner schlecht be­wer­te­ten Un­ter­neh­mens­kul­tur hat laut AOK na­he­zu je­der drit­te Be­schäf­tig­te im ver­gan­ge­nen Jahr mehr als zwei Wo­chen im Be­trieb ge­fehlt. Bei ei­ner po­si­tiv er­leb­ten Un­ter­neh­mens­kul­tur war es nur et­wa je­der Sechs­te.

Un­ab­hän­gig von die­ser Be­fra­gung zur Un­ter­neh­mens­kul­tur zeigt der AOK-Fehl­zei­ten-Re­port ei­nen leich­ten An­stieg des Kran­ken­stands der knapp zwölf Mil­lio­nen AOK-Ver­si­cher­ten im Jahr 2015. Je­der Be­schäf­tig­te fehl­te im Schnitt 19,5 Ta­ge mit At­test im Be­trieb. Dem­nach sind Atem­wegs­er­kran­kun­gen für die ge­ring­fü­gi­ge Zu­nah­me der Fehl­zei­ten im ver­gan­ge­nen Jahr ver­ant­wort­lich.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 9. November 2016

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