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Drit­te Ta­rif­run­de im baye­ri­schen Ein­zel­han­del er­geb­nis­los

Drit­te Run­de und im­mer noch kein Er­geb­nis: Ar­beit­ge­ber und Ge­werk­schaft kom­men bei ih­ren Ta­rif­ver­hand­lun­gen für den baye­ri­schen Ein­zel­han­del auf kei­nen ge­mein­sa­men Nen­ner: Nun liegt ein ers­tes An­ge­bot auf dem Tisch
Ist in ab­seh­ba­rer Zeit ei­ne Ei­ni­gung zu er­war­ten?

16.07.2013. (dpa) - Auch die drit­te Ver­hand­lungs­run­de im Ta­rif­streit des baye­ri­schen Ein­zel­han­dels am Mon­tag in Mün­chen ist oh­ne Er­geb­nis ge­blie­ben.

Zwar leg­te die Ar­beit­ge­ber­sei­te erst­mals ein An­ge­bot vor, aber die Ge­werk­schaft lehn­te es um­ge­hend ab.

Dem­nach soll­ten die rund 335 000 Be­schäf­tig­ten zum 1. Au­gust 2,5 Pro­zent mehr Geld be­kom­men und zum 1. Mai kom­men­den Jah­res noch­mals 1,5 Pro­zent.

Das An­ge­bot sei nach ba­den-würt­tem­ber­gi­schen Vor­bild an Än­de­run­gen beim Man­tel­ta­rif­ver­trag ge­kop­pelt, sag­te Ar­beit­ge­ber-Ver­hand­lungs­füh­rer Mar­tin Ai­gner.

Nach An­ga­ben der Ge­werk­schaft wür­de das An­ge­bot ei­nen Re­al­lohn­ver­lust für die Be­schäf­tig­ten be­deu­ten. Die Be­zah­lung im Ein­zel­han­del wür­de so noch wei­ter von der all­ge­mei­nen Lohn­ent­wick­lung ab­ge­kop­pelt, kri­ti­sier­te Ver­di-Ver­hand­lungs­füh­rer Hu­bert Thier­mey­er: "Sie ma­chen da­mit Ein­zel­han­dels-Be­schäf­tig­te zu Be­schäf­tig­ten zwei­ter Klas­se."

Zu­dem kri­ti­sie­ren die Ge­werk­schaf­ter, dass das An­ge­bot an Ab­stri­che beim im Man­tel­ta­rif­ver­trag ge­knüpft ist. Die Be­schäf­tig­ten woll­ten "end­lich ta­rif­lich ab­ge­si­cher­te Ent­gel­ter­hö­hun­gen, weil sie sich die­se ver­dient und längst er­ar­bei­tet ha­ben", sag­te Thier­mey­er.

Die Ar­beit­ge­ber wol­len die Ar­beits­zeit fle­xi­bler ge­stal­ten und für das Ein­räu­men von Wa­ren in den Ge­schäf­ten kei­ne Zu­schlä­gen für Spät- und Nacht­ar­beit mehr zah­len. Da­mit sol­le die­se oft an Su­b­un­ter­neh­men aus­ge­la­ger­te Ar­beit in die Stamm­be­leg­schaf­ten zu­rück­ge­holt wer­den.

Die Ge­werk­schaft for­dert 6,5 Pro­zent mehr Geld für die Be­schäf­tig­ten. Mit Streik­ak­tio­nen hat Ver­di in den ver­gan­gen Wo­chen ih­re For­de­run­gen un­ter­mau­ert.

Auch künf­tig sol­le es Ak­tio­nen ge­ben, aber nicht mehr in dem Ma­ße wie vor den Ver­hand­lun­gen am Mon­tag, sag­te Thier­mey­er. Am 30. Ju­li wol­len sich Spit­zen­ver­tre­ter bei­der Sei­ten zu Son­die­rungs­ge­sprä­chen tref­fen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 17. Dezember 2013

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