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Ta­xi-Fah­ren könn­te er­neut teu­rer wer­den

Bald wird ent­schie­den, wie hoch künf­tig der Min­dest­lohn aus­fällt: Ta­xi-Un­ter­neh­men war­nen vor ei­ner An­he­bung. Das könn­ten die Thü­rin­ger im Geld­beu­tel spü­ren

13.06.2016. (dpa) - Ta­xi-Fahr­ten in Thü­rin­gen könn­ten er­neut teu­rer wer­den.

Soll­te der Min­dest­lohn an­ge­ho­ben wer­den, müss­ten die Ta­xi-Un­ter­neh­men ih­re Prei­se an­pas­sen, sag­te der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Thü­rin­ger Ver­kehrs­ge­wer­be-Ver­ban­des, Mar­tin Kam­mer, der Deut­schen Pres­se-Agen­tur.

Bis­lang sei­en hö­he­re Ta­ri­fe le­dig­lich in ei­nem Land­kreis an­ge­kün­digt wor­den.

Um wel­che Re­gi­on es sich da­bei han­delt, woll­te Kam­mer zu­nächst nicht sa­gen.

Lan­des­weit gibt es 23 Ta­rif­be­zir­ke.

En­de des Mo­nats soll die Ent­schei­dung über die künf­ti­ge Hö­he des Min­dest­lohns ver­kün­det wer­den.

"Ei­gent­lich ist mit 8,50 Eu­ro pro St­un­de die Gren­ze er­reicht", er­klär­te Kam­mer. Die­ser Min­dest­lohn gilt seit gut an­dert­halb Jah­ren. Da­mals stie­gen die Prei­se für Ta­xi-Fahr­ten be­reits um durch­schnitt­lich 40 Pro­zent - und we­ni­ger Thü­rin­ger stie­gen ein. "Wir be­fürch­ten er­neut, dass Fahr­gäs­te sa­gen, das wird mir zu teu­er", er­klär­te Kam­mer. "Wir wol­len kei­ne Fahr­gäs­te ver­prel­len, aber der Ge­setz­ge­ber zwingt uns da­zu."

Über den Min­dest­lohn ent­schei­det ei­ne Kom­mis­si­on mit Spit­zen­ver­tre­tern von Ar­beit­ge­bern und Ar­beit­neh­mern. Sie ori­en­tiert sich da­bei an der Ent­wick­lung der Ta­rif­löh­ne, die das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt im Ta­ri­f­in­dex zu­sam­men­fasst. Auf Grund­la­ge die­ser Ent­schei­dung wol­len die Ta­xi-Un­ter­neh­men be­ra­ten, ob sie ei­nen An­trag auf hö­he­re Fahr­prei­se stel­len oder nicht.

Über ei­ne An­he­bung müss­ten dann die Be­hör­den in den Land­krei­sen oder kreis­frei­en Städ­ten be­fin­den. Vor der letz­ten Er­hö­hung sei­en die Ent­schei­dun­gen recht schnell ge­trof­fen wor­den, er­in­ner­te sich Kam­mer. "In frü­he­ren Zei­ten hat das teil­wei­se bis zu ei­nem drei­vier­tel Jahr ge­dau­ert." Nach Ge­neh­mi­gung der Be­hör­den müs­sen die Ta­xi­me­ter von den Ge­rä­te­her­stel­lern auf die neu­en Fahr­prei­se um­ge­stellt wer­den. Das Ta­xi­me­ter muss da­nach noch ge­eicht wer­den - mit­un­ter ge­hen Wo­chen und Mo­na­te ins Land, bis die neu­en Prei­se wirk­sam wer­den.

Bun­des­weit gibt es laut Kam­mer et­wa 800 Ge­neh­mi­gungs­be­zir­ke. "Et­wa zwei Drit­tel da­von hat­ten 2014 neue Ta­ri­fe be­an­tragt." Die Un­ter­neh­men hät­ten da­mals je­de Men­ge zu tun ge­habt. "Ich den­ke, die­ses Mal wer­den es nicht ganz so vie­le wer­den", ver­mu­te­te Kam­mer.

Der Ver­band hat­te zu­letzt be­klagt, dass die il­le­ga­le Kon­kur­renz von so­ge­nann­ten Schwarz­ta­xen zu­ge­nom­men ha­be. Ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen sei­en im­mer öf­ter auch im Schü­ler­ver­kehr un­ter­wegs. Sie hät­ten sich bei Aus­schrei­bun­gen in vie­len Re­gio­nen durch­set­zen kön­nen.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 30. Juni 2016

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