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Trend­for­scher: Bahn-Cha­os nur Vor­ge­schmack auf künf­ti­ge Ar­beits­welt

Das Bahn-Cha­os im Mainz re­sul­tiert aus ei­nem Fach­kräf­teen­g­pass: Jánsz­ky be­fürch­tet, dass sich ähn­li­che Vor­fäl­le wie­der­ho­len wer­den
Straßenbahn Dro­hen künf­tig mehr Aus­fäl­le im Per­so­nen­ver­kehr?

14.08.2013. (dpa) - Das Bahn-De­ba­kel von Mainz ist nach An­sicht des Leip­zi­ger Trend­for­schers Sven Gábor Jánsz­ky nur ein Vor­ge­schmack auf die vom Fach­kräf­te­man­gel ge­präg­te Ar­beits­welt der Zu­kunft.

Ähn­li­ches Vor­fäl­le wer­de man in den kom­men­den Jah­ren häu­fi­ger und in al­len Bran­chen er­le­ben kön­nen, er­klär­te der Buch­au­tor (Ti­tel: 2025 – So ar­bei­ten wir in der Zu­kunft) am Diens­tag in ei­ner Mit­tei­lung.

"Die Knapp­heit be­trifft heu­te schon al­le Be­rei­che, in de­nen Spe­zia­lis­ten ge­fragt sind. (...) Der Man­gel tritt nicht zu­vor­derst bei den Höchst­qua­li­fi­zier­ten auf, son­dern haupt­säch­lich in den mitt­le­ren Aus­bil­dungs­gra­den wie bei den Fach­ar­bei­tern."

Bis­lang näh­men die Un­ter­neh­men die Ent­wick­lung nicht ernst, müss­ten sich aber drin­gend auf die ver­än­der­ten Macht­ver­hält­nis­se am Ar­beits­markt ein­stel­len, ana­ly­sier­te Jánsz­ky.

"Frü­her wä­re es doch ein leich­tes ge­we­sen, die Rück­kehr aus dem Ur­laub an­zu­ord­nen. Heu­te wis­sen die Mit­ar­bei­ter um ih­re Macht und nut­zen sie na­tür­lich."

Die Un­ter­neh­men müss­ten künf­tig ent­we­der ei­ne ex­trem fle­xi­ble Per­so­nal­po­li­tik be­trei­ben oder ih­re hoch­wer­ti­gen Mit­ar­bei­ter auf viel­fäl­ti­ge Wei­se ent­wi­ckeln und um­sor­gen, rät der Trend­for­scher. Die "flui­den" Un­ter­neh­men wür­den sich dar­auf spe­zia­li­sie­ren, um ei­nen klei­nen fes­ten Kern im­mer wie­der neue Mit­ar­bei­ter für Pro­jek­te zu re­kru­tie­ren und auch wie­der los­zu­wer­den.

So­ge­nann­te "Ca­ring Com­pa­nies" müss­ten hin­ge­gen ver­su­chen, star­ke Bin­dun­gen auf­zu­bau­en auch zu den Fa­mi­li­en und dem Um­feld ih­rer Mit­ar­bei­ter. "Sie wer­den be­triebs­ei­ge­ne Ki­tas an­bie­ten, ge­nau­so wie ei­ge­ne Schu­len, Woh­nun­gen, Sport­clubs und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten. Sie wer­den die Ur­laubs­rei­sen der Mit­ar­bei­ter pla­nen und de­ren kom­plet­te Ver­si­che­rungs­pa­ke­te über­neh­men.

Ihr Kal­kül: Ein Mit­ar­bei­ter soll so vie­le Bin­dun­gen zum Un­ter­neh­men ha­ben, dass er den nächs­ten Ab­wer­be­ver­such ab­lehnt, weil er die­sen Wech­sel sei­nen Kin­dern und sei­ner Fa­mi­lie nicht zu­mu­ten möch­te", schreibt Jánsz­ky.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

 

Letzte Überarbeitung: 19. Januar 2015

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