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UFO: Mehr­heit für Ar­beits­kampf bei Ger­manwings

Beim Luft­han­sa-Hoff­nungs­trä­ger Ger­manwings spitzt sich der Ta­rif­kon­flikt zu: Die Ka­bi­nen­ge­werk­schaft Ufo hat be­reits vor Ver­hand­lungs­en­de die Zu­stim­mung ih­rer Mit­glie­der für ei­nen Streik in der Hin­ter­hand
Fluggast und Pilot auf dem Rollfeld Kommt es bei Ger­manwings zum Streik?

03.07.2013. (dpa) - Un­mit­tel­bar nach ih­rem Neu­start droht der Luft­han­sa-Toch­ter Ger­manwings ein Streik des Ka­bi­nen­per­so­nals.

Bei der bis zum Frei­tag lau­fen­den Ur­ab­stim­mung sei be­reits die er­for­der­li­che Zu­stim­mung für ei­nen Ar­beits­kampf er­reicht, sag­te der Chef der Ka­bi­nen­ge­werk­schaft UFO, Ni­coley Baublies, der "Bild-Zei­tung" (Mitt­woch).

Auch die er­for­der­li­che Be­tei­li­gung von 70 Pro­zent der be­trof­fe­nen Ge­werk­schafts­mit­glie­der lie­ge schon vor.

Die Ge­werk­schaft, die im ver­gan­ge­nen Jahr be­reits bei der Kon­zern­mut­ter Luft­han­sa er­folg­reich ei­nen Streik des Ka­bi­nen­per­so­nals or­ga­ni­siert hat, wol­le am Sams­tag über ihr wei­te­res Vor­ge­hen in­for­mie­ren, sag­te Baublies der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Zu­vor sind am Don­ners­tag und Frei­tag in Bad Hon­nef bei Bonn noch ein­mal zwei­tä­gi­ge Ta­rif­ver­hand­lun­gen mit der Ger­manwings an­ge­setzt. Soll­te dort nicht ein weit ver­bes­ser­tes An­ge­bot auf den Tisch kom­men, müs­se vor­aus­sicht­lich das Schei­tern der Ver­hand­lung er­klärt wer­den.

Ers­te Streik­maß­nah­men wer­de es dann be­reits am Mon­tag kom­men­der Wo­che ge­ben, sag­te Baublies der "Bild". Laut Ger­manwings fal­len rund 700 Be­schäf­tig­te un­ter den strit­ti­gen Ta­rif­ver­trag.

Ein Ger­manwings-Spre­cher ver­wies in Köln auf die noch aus­ste­hen­den Ver­hand­lun­gen: "Wir sind in gu­ten Ge­sprä­chen und zu­ver­sicht­lich, ei­ne für bei­de Sei­ten ak­zep­ta­ble Lö­sung er­rei­chen zu kön­nen."

Der vor­ma­li­ge Bil­lig­flie­ger Ger­manwings soll schritt­wei­se bis En­de 2014 mit rund 90 Jets die Eu­ro­pa-Ver­bin­dun­gen der Luft­han­sa über­neh­men, die nicht über die Dreh­kreu­ze Frank­furt und Mün­chen lau­fen. Am Mon­tag war das neue Ta­rif­sys­tem mit drei Stu­fen ein­ge­führt wor­den.

Luft­han­sa-Chef Chris­toph Franz hat­te ge­mahnt, die Kos­ten­vor­tei­le von 20 bis 30 Pro­zent un­ter­halb des Luft­han­sa-Ni­veaus nicht zu ver­spie­len. "Ger­manwings muss güns­tig blei­ben. Wenn dies durch zu ho­he Ta­rif­ab­schlüs­se nicht mehr ge­ge­ben ist, hat auch die Ger­manwings ih­re Exis­tenz­grund­la­ge ver­lo­ren."

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 14. Februar 2015

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