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Gu­te Über­ga­be und Au­gen­maß: Das Sab­ba­ti­cal im Bü­ro kom­mu­ni­zie­ren

Der Chef hat sein Okay zum Sab­ba­ti­cal ge­ge­ben - die freie Zeit rückt im­mer nä­her: Doch die Kol­le­gen schei­nen al­les an­de­re als be­geis­tert. Wie die Ab­tei­lung mit­neh­men?
Wel­che Sor­gen ha­ben die Kol­le­gen?

28.01.2016. (dpa) - Ein Vier­tel­jahr in Asi­en her­um­rei­sen oder den Schul­wech­sel der Kin­der in­ten­siv be­glei­ten: Die Freu­de auf ein Sab­ba­ti­cal ist meist groß.

Die Kol­le­gen bli­cken da­ge­gen häu­fig mit Bauch­schmer­zen auf die­se Zeit.

Da ist die Sor­ge, Mehr­ar­beit zu ha­ben.

Und man­cher spürt auch Neid.

An­drea Oder, Sab­ba­ti­cal Coach aus Ber­lin, er­zählt, wie man die Kol­le­gen am bes­ten mit­nimmt.

- Ei­ne gu­te Über­ga­be ma­chen: Wer sich be­müht, mit dem Stell­ver­tre­ter ei­ne gu­te Über­ga­be zu ma­chen, zeigt: Ihr seid mir nicht egal. Auch wenn ich weg bin, ist mir wich­tig, dass ihr klar­kommt. Das drückt dem Team Wert­schät­zung aus und kommt gut an. Al­le Fra­gen rund um die ei­ge­ne Ver­tre­tung soll­te man des­halb mit En­ga­ge­ment ver­fol­gen.

Da­zu ge­hört auch, sich zu über­le­gen, wie das Sab­ba­ti­cal wich­ti­gen Kun­den kom­mu­ni­ziert wer­den soll. Gut ist zum Bei­spiel, bei ih­nen den Stell­ver­tre­ter in ei­ner E-Mail oder so­gar in ei­nem per­sön­li­chen Ge­spräch ein­zu­füh­ren. Et­wa so: "Ich bin jetzt drei Mo­na­te weg, in die­ser Zeit über­nimmt Kol­le­ge X die Ar­beit". Das nimmt der Ver­tre­tung wie­der ei­ne Auf­ga­be ab, näm­lich sich vor­zu­stel­len. Gleich­zei­tig bringt es den Kun­den in kei­ne un­an­ge­neh­me Si­tua­ti­on, weil der nicht weiß, mit wem er es zu tun hat.

- Grün­de für Sab­ba­ti­cal er­klä­ren: Wird je­mand in der Ab­tei­lung schlecht be­han­delt oder so­gar ge­mobbt, wird er den Kol­le­gen be­stimmt nicht sei­ne Grün­de für das Sab­ba­ti­cal of­fen­ba­ren. Der­je­ni­ge soll­te die­sen Punkt auch über­sprin­gen. Doch wer mit den Kol­le­gen ein freund­schaft­li­ches Ver­hält­nis pflegt, er­klärt am bes­ten schon, war­um er die Aus­zeit macht. Sind die Grün­de für ein Sab­ba­ti­cal et­wa Burn-out Sym­pto­me oder Pro­ble­me in der Fa­mi­lie, sind vie­le be­reit, ih­re Kol­le­gen nach Kräf­ten zu un­ter­stüt­zen. Denn sie kön­nen die Aus­zeit nach­voll­zie­hen.

- Au­gen­maß be­hal­ten: Die Grün­de für das Sab­ba­ti­cal er­klä­ren: Ja. Dau­ernd von der tol­len Rei­se nach La­tein­ame­ri­ka schwär­men: Auf kei­nen Fall! Auch wenn die Vor­freu­de auf die Aus­zeit rie­sig ist, soll­te man sie den Kol­le­gen nicht dau­ernd un­ter die Na­se rei­ben, son­dern Au­gen­maß be­hal­ten. Al­les an­de­re schürt nur Neid.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 24. Oktober 2016

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