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14/375a Über­grif­fe ge­gen Po­li­zis­ten - Ge­werk­schaft be­klagt zu­neh­men­de Ge­walt

Pö­be­lei­en, An­grif­fe, Kör­per­ver­let­zung - Po­li­zis­ten wer­den häu­fig Op­fer von Ge­walt: Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei klagt über wach­sen­de Ge­fah­ren für Be­am­te und fort­schrei­ten­den Stel­len­ab­bau
War­um nimmt die Ge­walt ge­gen Po­li­zis­ten zu?

11.11.2014. (dpa) - Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei (GdP) be­klagt ei­ne zu­neh­men­de Ge­walt ge­gen Po­li­zis­ten bei Rou­ti­ne­e­in­sät­zen.

Im Schnitt wür­den pro Tag 162 Be­am­te Op­fer von Straf­ta­ten, sag­te der Bun­des­vor­sit­zen­de der Ge­werk­schaft, Oli­ver Mal­chow, am Mon­tag der Nach­rich­ten­agen­tur dpa in Ber­lin.

Je­den Tag wür­den durch­schnitt­lich neun Po­li­zis­ten Op­fer ei­ner schwe­ren oder ge­fähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung.

Ins­be­son­de­re Über­grif­fe bei re­gu­lä­ren Ein­sät­zen - zum Bei­spiel bei Ver­kehrs­kon­trol­len oder Ein­sät­zen we­gen häus­li­cher Ge­walt - hät­ten deut­lich zu­ge­nom­men. "Die Hemm­schwel­le ist ge­sun­ken."

Mal­chow sag­te, in der öf­fent­li­chen De­bat­te ge­he es vor al­lem um Über­grif­fe ge­gen Po­li­zis­ten bei De­mons­tra­tio­nen oder Ein­sät­zen rund um Fuß­ball­spie­le. Die Ge­walt im All­tag der Be­am­ten wer­de in der Ge­sell­schaft da­ge­gen kaum wahr­ge­nom­men. Auch Re­gie­run­gen und Par­la­men­te in Bund und Län­dern hät­ten sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren zu we­nig um das Pro­blem ge­küm­mert. "Das wur­de voll­kom­men igno­riert."

Zu­letzt hat­ten Über­grif­fe von ge­walt­be­rei­ten Fuß­ball­fans und Rechts­ex­tre­men ge­gen die Po­li­zei für Dis­kus­sio­nen ge­sorgt. En­de Ok­to­ber war es in Köln bei ei­nem Pro­test von rund 4500 Hoo­li­gans und Rechts­ex­tre­men zu Zu­sam­men­stö­ßen mit der Po­li­zei ge­kom­men. Da­bei wur­den 49 Be­am­te ver­letzt. Die Po­li­zei fühlt sich durch die­se und an­de­re Aus­ein­an­der­set­zun­gen über­for­dert und for­dert mehr Per­so­nal.

Mal­chow sag­te, seit 1997 sei­en bun­des­weit et­wa 15 600 Stel­len ab­ge­baut wor­den. "Und ein En­de ist nicht ab­zu­se­hen." In ei­ni­gen Be­rei­chen könn­ten Straf­ta­ten nur noch zu ei­nem klei­nen Teil auf­ge­klärt wer­den, mahn­te der Ge­werk­schafts­chef. Bei Woh­nungs­ein­brü­chen bei­spiels­wei­se lie­ge die Auf­klä­rungs­quo­te un­ter 15 Pro­zent. "Das ist ei­ne Ka­ta­stro­phe."

Die Ge­werk­schaft der Po­li­zei be­rät bis zu die­sem Mitt­woch bei ei­nem Bun­des­kon­gress in Ber­lin über ak­tu­el­le Pro­ble­me und Her­aus­for­de­run­gen für die Po­li­zei. Die De­le­gier­ten be­stä­tig­ten Mal­chow mit gro­ßer Mehr­heit (84 Pro­zent) für wei­te­re vier Jah­re im Amt. Am Mitt­woch wer­den Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (CDU) und Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD) auf dem Kon­gress er­war­tet.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 14. August 2015

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