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ARBEITSRECHT AKTUELL // 12/177

Hand­werk warnt vor Über­nah­me­pflicht für Lehr­lin­ge

Laut Hand­werks­prä­si­dent Kent­zler ist ei­ne Aus­bil­dung im Hand­werk at­trak­tiv - auch oh­ne Über­nah­me­ga­ran­tie
Ot­to Kent­zler: Den Na­gel auf den Kopf ge­trof­fen?
03.05.2012 (dpa/lsw) - Das Hand­werk warnt vor ei­ner Über­nah­me­pflicht für al­le Lehr­lin­ge, wie sie die IG-Me­tall in der lau­fen­den Ta­rif­run­de durch­set­zen will. "Die Ent­schei­dungs­frei­heit des Un­ter­neh­mers wür­de ein­ge­schränkt", sag­te Hand­werks­prä­si­dent Ot­to Kent­zler in ei­nem In­ter­view mit der Ul­mer "Süd­west-Pres­se". Das gin­ge zu­las­ten der Aus­bil­dungs­be­reit­schaft. "Zu­dem wä­re es ein Nach­teil, wenn sich Ju­gend­li­che bei der Su­che ei­ner Lehr­stel­le an ei­ner Über­nah­me­ga­ran­tie ori­en­tie­ren, die ih­nen das Hand­werk nicht bie­ten kann", be­fürch­tet Kent­zler.

Ei­ne Lohn­un­ter­gren­ze, wie sie die Uni­on ein­füh­ren will, wä­re für den Hand­werks­prä­si­den­ten nur "der al­ler­letz­te Aus­weg". Viel wich­ti­ger sei, dass Lohn­un­ter­gren­zen durch Ta­rif­ver­trä­ge gar nicht nö­tig wer­den. "In den meis­ten Fäl­len liegt der Eck­lohn jetzt schon weit über der Min­dest­gren­ze, die dis­ku­tiert wird", sag­te Kent­zler. Al­ler­dings gibt es auch Hand­wer­ke mit sehr ge­rin­gen Min­dest­löh­nen.

Zu­frie­den re­gis­triert der Hand­werks­prä­si­dent, dass die be­ruf­li­che Aus­bil­dung zur aka­de­mi­schen auf­ge­holt hat: "Die Gleich­wer­tig­keit von Meis­ter­brief und Ba­che­lor ist ein Si­gnal. Da­durch hat un­se­re Aus­bil­dung sehr ge­won­nen." So sei­en die Kar­rie­re­mög­lich­kei­ten für Ab­itu­ri­en­ten we­sent­lich trans­pa­ren­ter ge­wor­den. Das Hand­werk ver­ges­se aber auch die Haupt- und Re­al­schü­ler nicht. Es bie­te ih­nen al­le Chan­cen "bis hin zur Stu­di­en­be­rech­ti­gung für Hand­werks­meis­ter".

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Letzte Überarbeitung: 4. September 2014

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