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Um­schu­lung zum Er­zie­her für Ar­beits­lo­se nicht im­mer mög­lich

In Kin­der­ta­ges­stät­ten fehlt das Per­so­nal: Wer sich um­schu­len las­sen möch­te, hat es je­doch nicht leicht. Be­vor Ar­beits­lo­se auf die Klei­nen auf­pas­sen kön­nen, sind ei­ni­ge Hür­den zu neh­men
Wann macht ei­ne Um­schu­lung Sinn?

26.07.2014. (dpa) - Vie­le Ki­tas su­chen hän­de­rin­gend nach Er­zie­hern.

Man­cher Ar­beits­lo­se über­legt sich nun, dass er um­schu­len möch­te.

"Es ist aber nicht im­mer ganz leicht, die Um­schu­lung fi­nan­ziert zu be­kom­men", sagt Frau­ke Wil­le, Spre­che­rin der Bun­des­agen­tur für Ar­beit in Nürn­berg.

Das Pro­blem sei, dass die Bun­des­ar­beits­agen­tur nur zwei­jäh­ri­ge Um­schu­lun­gen fi­nan­zie­ren dür­fe.

Die Aus­bil­dung zum Er­zie­her daue­re je­doch häu­fig län­ger.

In ei­ni­gen Bun­des­län­dern gibt es je­doch die Mög­lich­keit, dass das Land ein­springt - und die Fi­nan­zie­rung der dar­über hin­aus­ge­hen­den Jah­re über­nimmt. Ob das mög­lich ist, er­fra­gen Ar­beits­lo­se am bes­ten bei der Ar­beits­agen­tur oder beim Job­cen­ter vor Ort, rät Wil­le.

Ha­ben Ar­beits­lo­se die Um­schu­lung ab­ge­schlos­sen, ha­ben sie vor al­lem dann ei­ne gu­te Chan­ce auf dem Ar­beits­markt, wenn sie in Voll­zeit ar­bei­ten möch­ten. "Sol­che Fach­kräf­te sind wirk­lich bun­des­weit sehr ge­sucht", er­klärt Wil­le. We­ni­ger gut sei­en die Chan­cen für Teil­zeit­kräf­te. Es gibt in dem Be­reich be­reits sehr vie­le Be­schäf­tig­te, die mit re­du­zier­ter St­un­den­an­zahl ar­bei­ten. Sie sind als Be­wer­ber des­halb für Ar­beit­ge­ber we­ni­ger in­ter­es­sant. Das gel­te trotz der ho­hen Nach­fra­ge.

Grund­sätz­lich soll­te sich nie­mand nur für den Be­ruf ent­schei­den, weil dort Per­so­nal ge­sucht wird, sagt Wil­le. Die Aus­bil­dung sei nicht leicht - es ge­be ho­he Durch­fall­quo­ten bei den Ab­schluss­prü­fun­gen. Spä­ter sei das Ein­stiegs­ge­halt nicht be­son­ders hoch. Je nach Bun­des­land und Ar­beit­ge­ber kön­ne ein Ein­stei­ger zwi­schen 1200 und 2200 Eu­ro brut­to ver­die­nen. Schreckt Be­schäf­tig­te das nicht, ha­ben sie al­ler­dings sehr gu­te Per­spek­ti­ven für den Be­rufs­ein­stieg und auf ei­ne fes­te Stel­le.

Laut ei­ner Stu­die der Ber­tels­mann-Stif­tung feh­len in den Ki­tas für ei­ne hoch­wer­ti­ge früh­kind­li­che Bil­dung rund 120 000 Er­zie­her.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 1. Januar 2015

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