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Uni­ons-Po­li­ti­ker: Zu vie­le Stu­den­ten - zu we­ni­ge Lehr­lin­ge

Rund 500 000 jun­ge Men­schen nah­men im ver­gan­ge­nem Jahr ein Stu­di­um auf, 550 000 ei­ne Leh­re: Der Uni­ons-Bil­dungs­po­li­ti­ker Rupp­recht will wie­der mehr jun­ge Men­schen für ei­ne be­trieb­li­che Aus­bil­dung ge­win­nen
Unterrichtsraum mit Kursleiter hinter Lehrerpult und einer Kursteilnehmerin, beide stehend Ent­steht ein Un­gleich­ge­wicht zwi­schen Stu­den­ten und Lehr­lin­gen?

28.06.2013. (dpa) - In Deutsch­land gibt es nach den Wor­ten des bil­dungs­po­li­ti­schen Spre­chers der Uni­ons-Frak­ti­on, Al­bert Rupp­recht, in­zwi­schen zu vie­le Stu­den­ten - und zu we­ni­ge Lehr­lin­ge.

"Wenn für nur 20 Pro­zent der Stel­len auf dem Ar­beits­markt ein aka­de­mi­scher Ab­schluss er­for­der­lich ist, brau­chen wir nicht 50 Pro­zent Stu­di­en­an­fän­ger pro Al­ters­jahr­gang", sag­te der CSU-Po­li­ti­ker in ei­nem Ge­spräch mit der Nach­rich­ten­agen­tur dpa.

Es sei ei­ne "Fehl­ent­wick­lung", dass das Ab­itur in der Bun­des­re­pu­blik zum ei­gent­li­chen "Haupt"-Schul­ab­schluss ge­wor­den sei.

Der Bun­des­tag dis­ku­tiert heu­te (Frei­tag) den jüngs­ten Be­rufs­bil­dungs­be­richt der Bun­des­re­gie­rung. Rupp­recht sag­te: "Im­mer mehr jun­ge Men­schen stre­ben heu­te ei­ne aka­de­mi­sche Aus­bil­dung an. 2012 gab es fast so vie­le Stu­di­en­an­fän­ger wie be­trieb­li­che Aus­bil­dungs­ver­trä­ge. Im Jahr 2000 wa­ren es erst halb so vie­le."

Der CSU-Bil­dungs­po­li­ti­ker for­der­te die jun­gen Men­schen auf, sich bes­ser über den Wert ei­ner be­trieb­li­chen Aus­bil­dung zu in­for­mie­ren. Rupp­recht: "Wir wol­len in der Bil­dungs­po­li­tik kei­ne star­ren Quo­ten oder Ziel­vor­ga­ben vor­schrei­ben - et­wa wie vie­le jun­ge Men­schen das Ab­itur ma­chen oder ein Stu­di­um auf­neh­men dür­fen." Aber es müs­se zum ei­nen "kla­re Qua­li­täts­kri­te­ri­en" ge­ben, zum an­de­ren müs­se die be­ruf­li­che Bil­dung wett­be­werbs­fä­hi­ger in Kon­kur­renz zum Gym­na­si­um und zur Hoch­schu­le ge­macht wer­den.

Die Stär­kung des dua­len Sys­tems mit der Kom­bi­na­ti­on von be­trieb­li­cher Aus­bil­dung und Be­rufs­schu­le wer­de des­halb in der kom­men­den Le­gis­la­tur­pe­ri­ode für die Uni­ons­frak­ti­on in der Bil­dungs­po­li­tik "an ers­ter Stel­le ste­hen", kün­dig­te Rupp­recht an. Auch die Mög­lich­kei­ten ei­nes "dua­len Stu­di­ums", al­so die Kom­bi­na­ti­on von be­trieb­li­cher Aus­bil­dung und Stu­di­um an ei­ner Hoch­schu­le, soll­ten er­wei­tert wer­den.

Für die Be­trie­be wer­de es heu­te im­mer schwe­rer, ge­eig­ne­te Aus­zu­bil­den­de zu fin­den, sag­te Rupp­recht. Der CSU-Po­li­ti­ker ver­wies dar­auf, dass laut Be­rufs­bil­dungs­be­richt 33 000 Lehr­stel­len un­be­setzt ge­blie­ben sind.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. Juli 2015

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