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Uni­ons­plä­ne für Müt­ter­ren­te wei­ter um­strit­ten - Kri­tik der Wirt­schaft

Die Wahl­ver­spre­chen der Uni­on sto­ßen auf Kri­tik: Ko­ali­ti­ons­part­ner FDP hält ei­ne Bes­ser­stel­lung äl­te­rer Müt­ter bei der Ren­te für un­be­zahl­bar. Die In­dus­trie mahnt: "Wahl­ge­schen­ke sind nicht drin"
Mann und Frau mit Kinderwagen Kön­nen äl­te­re Müt­ter ei­ne Ren­ten­er­hö­hung er­war­ten?

10.06.2013. (dpa) - Die schwarz-gel­be Ko­ali­ti­on bleibt beim The­ma Müt­ter­ren­te zer­strit­ten.

Die FDP be­kräf­tig­te am Wo­chen­en­de ihr Nein zu dem An­lie­gen von CDU und CSU, Müt­tern vor 1992 ge­bo­re­ner Kin­der hö­he­re Ren­ten zu zah­len.

FDP-Ge­ne­ral­se­kre­tär Pa­trick Dö­ring sag­te der "Saar­brü­cker Zei­tung" (Sams­tag), die Uni­on ha­be noch im­mer nicht er­läu­tert, "wie sie die zwei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­trä­ge, die die Müt­ter­ren­te kos­ten wür­de, fi­nan­zie­ren will". Neue Schul­den sei­en mit den Li­be­ra­len nicht zu ma­chen.

Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) be­kräf­tig­te am Sams­tag un­ge­ach­tet des FDP-Wi­der­stands den Wil­len, äl­te­ren Müt­tern hö­he­re Ren­ten zu zah­len. "Das wer­den wir ganz fest ver­tre­ten, weil dies auch ei­ner der wirk­lich gu­ten Schrit­te ist ge­gen Al­ters­ar­mut", sag­te sie bei ei­ner Wahl­kampf-Ver­an­stal­tung der Frau­en-Uni­on in Mün­chen.

Die Er­zie­hungs­zei­ten für Kin­der, die vor 1992 ge­bo­ren wur­den, wer­den bis­lang deut­lich we­ni­ger bei der Ren­te be­rück­sich­tigt als bei spä­ter ge­bo­re­nen Kin­dern.

Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (CDU) ver­wies in ei­nem In­ter­view mit der "Leip­zi­ger Volks­zei­tung" (Sams­tag) auf "ei­nen ge­wis­sen Spiel­raum in der Ren­ten­ver­si­che­rung". "Da­mit kön­nen wir die Müt­ter­ren­te oh­ne ei­ne Er­hö­hung des Bun­des­zu­schus­ses ma­chen, je­den­falls ei­nen ers­ten Schritt." Die Ren­te wird ne­ben den Bei­trä­gen der Ver­si­cher­ten auch aus dem Bun­des­haus­halt fi­nan­ziert.

Der Bun­des­ver­band der Deut­schen In­dus­trie (BDI) kri­ti­sier­te die Wahl­ver­spre­chen der Uni­on. "Ich fin­de die teu­ren Wahl­ver­spre­chen nicht gut", sag­te BDI-Prä­si­dent Ul­rich Gril­lo dem Ma­ga­zin "Fo­cus". Kanz­le­rin Mer­kel hat­te ne­ben der Ren­ten­er­hö­hung für Müt­ter ei­nen hö­he­ren Kin­der­frei­be­trag und mehr Kin­der­geld in Aus­sicht ge­stellt. Laut "Han­dels­blatt" sum­mie­ren sich die Aus­ga­ben für die Ver­spre­chen auf 28,5 Mil­li­ar­den Eu­ro.

Gril­lo warn­te, trotz Re­kord­steu­er­ein­nah­men ha­be der Bund im­mer noch zwei Bil­lio­nen Eu­ro Schul­den. "Wahl­ge­schen­ke sind da nicht drin." SPD-Frak­ti­ons­chef Frank-Wal­ter St­ein­mei­er warf Mer­kel im Ma­ga­zin "Fo­cus" vor, die Wäh­ler be­wusst zu täu­schen. Und auch die Spit­zen­kan­di­da­tin der Grü­nen, Kat­rin Gö­ring-Eckardt, er­klär­te am Sams­tag: "Das ist un­so­li­de und un­se­ri­ös."

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Letzte Überarbeitung: 20. Januar 2014

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