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ARBEITSRECHT AKTUELL // 15/011

VW-Be­schäf­tig­te in Bra­si­li­en strei­ken ge­gen Ent­las­sun­gen

In Bra­si­li­en kämp­fen Au­to­bau­er be­reits seit län­ge­rem mit ei­ner emp­find­li­chen Ab­satz­schwä­che: Das trifft auch Be­schäf­tig­te der deut­schen Kon­zer­ne VW und Daim­ler, die nun ih­re Jobs los sind
Werkstatt, Reifenwechsel Ha­ben die Mit­ar­bei­ter ei­ne Chan­ce auf Wie­der­ein­stel­lung?

08.01.2015. (dpa) - Die lang­wie­ri­ge Schwä­che auf Bra­si­li­ens Au­to­markt zwingt die Her­stel­ler Volks­wa­gen und Daim­ler zu Ent­las­sun­gen.

Al­lein VW trennt sich von 800 Mit­ar­bei­tern, wie VW do Bra­sil am Mitt­woch auf An­fra­ge der Deut­schen Pres­se-Agen­tur be­stä­tig­te.

Aus Pro­test ge­gen die Ent­las­sun­gen tra­ten bei Volks­wa­gen rund 7000 Mit­ar­bei­ter in den Streik.

Die Me­tall­ar­bei­ter-Ge­werk­schaft von São Pau­lo for­der­te die Wie­der­ein­stel­lung, wie die Nach­rich­ten­agen­tur ABR be­rich­te­te.

Es hieß, die Mit­ar­bei­ter im Werk An­chie­ta hät­ten die Ar­beit nie­der­ge­legt, oh­ne aber da­bei die Fa­brik zu ver­las­sen.

Auch in den bra­si­lia­ni­schen Nutz­fahr­zeug­wer­ken von Daim­ler kam es zu Ent­las­sun­gen. Die Ge­werk­schaft gab an, das Un­ter­neh­men ha­be sich von 244 Mit­ar­bei­tern ge­trennt. Ein Fir­men­spre­cher sag­te dpa, es ha­be Kün­di­gun­gen ge­ge­ben, die je­doch un­ter der an­ge­ge­be­nen Zahl lä­gen. Ins­ge­samt be­schäf­tigt Daim­ler an zwei Stand­or­ten rund 12 000 Mit­ar­bei­ter.

Wei­te­re Be­schäf­tig­te be­fän­den sich in Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men. In­wie­weit im An­schluss dar­an wei­te­re Ent­las­sun­gen dro­hen könn­ten, ste­he noch nicht fest, sag­te der Spre­cher. Das hän­ge von der Ent­wick­lung des Mark­tes ab. Daim­lers Nutz­fahr­zeug­ab­satz war von Ja­nu­ar bis No­vem­ber in Bra­si­li­en um 16 Pro­zent ge­sun­ken. Per­spek­ti­visch sei Bra­si­li­en aber wei­ter­hin ein Wachs­tums­markt. Daim­ler in­ves­tie­re in dem Be­reich bis 2018 rund 500 Mil­lio­nen Eu­ro.

In Bra­si­li­en kämp­fen al­le gro­ßen Au­to­bau­er seit län­ge­rer Zeit mit sin­ken­der Kauf­kraft und rück­läu­fi­gem Ab­satz. Im Volks­wa­gen-Kon­zern sack­ten die Ver­käu­fe in den ers­ten elf Mo­na­ten 2014 im Ver­gleich zum ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum um 16 Pro­zent auf 522 000 Stück ab. Der Ab­satz auf dem ge­sam­ten bra­si­lia­ni­schen Fahr­zeug­markt fiel 2014 um 6,8 Pro­zent auf 5,2 Mil­lio­nen Ein­hei­ten.

Nä­he­re In­for­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

Letzte Überarbeitung: 11. April 2016

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